Planungen endlich einstellen

Zum geplanten Bereitstellunglager äußert sich Gerd Henke als stellv. Bürgermeister der Samtgemeinde Boffzen und des Fleckens Lauenförde. "Ein zentrales Bereitstellungslager für schwach- und mittelradioaktiven Müll in Würgassen ist nicht notwendig. Diese Nachricht ist im Dreiländereck und damit auch von den Menschen im Südkreis Holzminden mit großer Erleichterung aufgenommen worden. Das von den Landesregierungen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegebene Logistik-Gutachten des TÜV Nord unterstreicht damit, was fast alle Menschen in der Region von Anfang an gesagt haben: Würgassen kann und darf nicht zur Atommülldrehscheibe Deutschlands werden. Damit einhergehende Hochwassergefahren, unzureichende verkehrliche Anbindung, Unfallgefahren und eine mögliche permanente Strahlenexposition der Bevölkerung durch tägliche Atommülltransporte sind gegen die existenziellen Interessen der Menschen in dieser Region gerichtet. Deshalb kann es auch für das grün geführte Bundesumweltministerium jetzt nur eine Schlussfolgerung geben: Es muss die BGZ, die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung anweisen, die Planungen für Würgassen als Zwischenlager und Logistikzentrum für das Endlager Schacht Konrad umgehend einzustellen. Dass dies kein reines Wunschdenken ist, beruht auch auf dem Besuch der beiden Staatsekretäre Chris Kühn und Stefan Tidow im Mai in Beverungen und Lauenförde. Dabei hatte die Ministeriumsspitze zugesichert, dass das TÜV-Gutachten mit in die endgültige Entscheidungsfindung zu Würgassen einbezogen werden soll. Kühn und Tidow hatten sich dabei selbst ein Bild von den Unzulänglichkeiten Würgassens als Standort für ein Atommülllager machen können.
> Weiter lesen
north