Veröffentlicht am 14.08.2022 13:15

Erstmals Vogelschießen

Oberst Jürgen Kleinschmidt und die scheidenden Majestäten Peter I. und Elisabet I. (Multhaup) verfolgten gespannt den Schießwettbewerb. (Foto: Barbara Siebrecht)
Oberst Jürgen Kleinschmidt und die scheidenden Majestäten Peter I. und Elisabet I. (Multhaup) verfolgten gespannt den Schießwettbewerb. (Foto: Barbara Siebrecht)
Oberst Jürgen Kleinschmidt und die scheidenden Majestäten Peter I. und Elisabet I. (Multhaup) verfolgten gespannt den Schießwettbewerb. (Foto: Barbara Siebrecht)

Die Schützenbruderschaft St. Michael wollte den Wettkampf um die Königswürde mehr in die Mitte der Dorfgemeinschaft rücken und lud erstmals zu einem Vogelschießen ein. Auf dem Festplatz hatte der Vorstand ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm mit Bewirtung organisiert, das den Würgassern und ihren Gästen die Wartezeit bis zum finalen, 298. Schuss auf den Holzvogel verkürzte. Am frühen Abend konnte das nach vier Jahren scheidende Schützenkönigpaar ihre Insignien an die neuen Würdenträger weitergeben. Ab sofort regieren Uli und Sandra Kleinschmidt in Würgassen.
Der Schießwettbewerb auf die Königswürde war natürlich der spannendste Teil des Nachmittages, aber zuvor konnten alle Interessierten ab 16 Jahre auf die Trophäen (ein Wappen und ein Federmotiv, die in die Flügel des Vogels integriert waren) schießen. Mit dem Kleinkalibergewehr holte sich Matthias Trute die Feder und Susanne Hubbert das Wappen. Auf die Insignien durften nur Vereinsmitglieder zielen. Sie fielen bei Marcel Becker (Szepter), Martin Daniel (Apfel) und Benjamin Kleinschmidt (Krone).
Die Würgasser Schützenbrüder nutzen den mobilen Schießstand mit Vogelhochstange, der aus Münster anfuhr. Auf den 8 cm dicken Holzvogel, der in den Vereinsfarben nach den Wünschen der Schützenbrüder gestaltet war, wurde für die Königswürde mit Schrot geschossen. "Erfahrungsgemäß müssen mindestens 100 Schrotschüsse auf den Vogel abgegeben werden, bevor er endgültig fällt", beschrieb Alletta Schmidt-Hederich, die Inhaberin des Schießstandes den Vorgang. Der Vogel war dabei 13 Meter vom Gewehrlauf des fest in der Lafette eingespannten Gewehres entfernt.
Die Würgasser Kinder standen für ein Schießen mit der Holzarmbrust auf Fallklappen Schlange, fuhren auf dem Kinderkarussell ließen sich schminken oder buddelten in der Sandkiste. Der Musikverein-Spielmannszug Würgassen erfreute mit seinen Musikbeiträgen. Ebenfalls viel Zuspruch fand das Kuchenbuffet, das die Frauen der Schützen vorbereitet hatten. Bei der Hitze an Nachmittag war der Eiskaffee oder der Eiskakao neben dem gut gekühlten Bier besonders labend.

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