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Missverständliche Alarmierung bei Feuer in Beverungen

Zunächst falscher Einsatzort angefahren

Von Peter Vössing
Beverungen – Wertvolle Zeit ging verloren, als durch eine missverständliche Ortsbeschreibung bei der Alarmierung der Feuerwehr, die Einsatzkräfte zunächst eine falsche Straße anfuhren.

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Insgesamt 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

© Foto: Feuerwehr Beverungen

Am Freitagabend, um 22.28 Uhr, gingen bei der Feuerwehr und der Polizei mehrere Anrufe über einen Brand einer ca. 25 m²-großen Holzlagerhütte in einem kleinen Waldgebiet in Beverungen ein. Das Waldgebiet erstreckt sich zwischen dem Wohngebiet der Danziger Straße und der Hauptdurchgangsstraße, Blankenauer Straße, in der Verlängerung des dort beginnenden Alleenradweges am ehemaligen Beverunger Bahnhof.
Die Einsatzkräfte waren anstatt zum Bahnhof zunächst in die enge Danziger Straße gefahren. Dort blieb den Brandbekämpfern mit ihren Fahrzeugen nichts anderes übrig, als zu drehen bzw. diese wieder im Rückwärtsgang zu verlassen. „Es war gut, dass auch die Löschgruppe Wehrden alarmiert wurde. Diese konnte direkt den Ort des Brandgeschehens anfahren und mit den Löscharbeiten beginnen“, erklärte Einsatzleiter Sebastian Ewen.
Die Holzlagerhütte brannte vollständig aus. Aufgrund der bewaldeten Umgebung drohte ein Übergreifen der Flammen auf den Baumbestand und im weiteren Verlauf auch auf die angrenzenden Häuser in der Danziger Straße. Durch die eingesetzte Feuerwehr Beverungen, mit drei zusätzlichen Löschgruppen aus den Ortsteilen Wehrden, Drenke und Herstelle, konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und ein weiteres Übergreifen der Flammen verhindert werden (insgesamt 50 Einsatzkräfte). Gegen 1.10 Uhr war der Einsatz beendet.

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Die Holzlagerhütte brannte vollständig aus.

© Foto: Feuerwehr Beverungen


Der vorläufige Sachschaden wird auf ca. 2.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Mögliche Hinweise in der Sache nimmt die Polizei unter der Tel.- Nr.: 05271/962-0 entgegen.
Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, wie wichtig eine korrekte Ortsbeschreibung bei der Alarmierung ist.
Hier noch einmal die wichtigsten Regeln beim Absetzen eines Notrufs:
Im Notfall richtig verhalten: Die fünf W
Damit die Mitarbeiter der Leitstelle schnell geeignete Einsatzkräfte alarmieren können, müssen Sie als Anrufer wichtige Informationen durchgeben. Dafür gibt es die fünf "W":
1. Wo ist das Ereignis?
Geben Sie den Ort des Ereignisses so genau wie möglich an (zum Beispiel Gemeindename oder Stadtteil, Straßenname, Hausnummer, Stockwerk, Besonderheiten wie Hinterhöfe, Straßentyp, Fahrtrichtung, Kilometerangaben an Straßen, Bahnlinien oder Flüssen)!
2. Wer ruft an?
Nennen Sie Ihren Namen, Ihren Standort und Ihre Telefonnummer für Rückfragen!
3. Was ist geschehen?
Beschreiben Sie knapp das Ereignis und das, was Sie konkret sehen (was ist geschehen? Was ist zu sehen?), beispielsweise Verkehrsunfall, Absturz, Brand, Explosion, Einsturz, eingeklemmte Person!
4. Wie viele Betroffene?
Schätzen Sie die Zahl der betroffenen Personen, ihre Lage und die Verletzungen! Geben Sie bei Kindern auch das - gegebenenfalls geschätzte - Alter an!
5. Warten auf Rückfragen!
Legen Sie nicht gleich auf, die Mitarbeiter der Leitstelle benötigen von Ihnen vielleicht noch weitere Informationen!
Wenn andere Personen Hilfe brauchen, leisten Sie Erste Hilfe, soweit Sie sich nicht selbst in Gefahr bringen! Helfen Sie den Einsatzkräften beim Auffinden des Ereignisortes! Beides kann Leben retten.
Sind bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand Wiederbelebungsmaßnahmen erforderlich, unterstützt der Leitstellen-Disponent bei Bedarf Laien, die Erste Hilfe leisten, durch eine telefonische Anleitung zur Wiederbelebung.

 

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