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Landesbetrieb Straßen.NRW informiert über Brückenneubau

Weserbrücke soll 13 Millionen Euro kosten

Von Peter Vössing
Beverungen – Die Standfestigkeit der 1949 errichteten Weserbrücke ist nicht mehr gewährleistet und darum wird eine neue errichtet. Während einer Ratssitzung, zu der ausdrücklich die Bürger eingeladen waren, unterrichtete jetzt der Landesbetrieb Straßen.NRW über den geplanten Bauablauf für die neue Bogenbrücke.

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Die ca. 199 Meter lange Brücke (Stützweite über die Weser 65 Meter) wird ungefähr 13,1 Mio. Euro kosten. Mit der Verkehrsfreigabe ist im Winter 2019/2020 zu rechnen.

© Foto: Vössing

Ca. 80 Bürger aus Beverungen und Lauenförde lauschten den Ausführungen von Klaus Ostermann von Straßen.NRW, der die geplanten Bauarbeiten erläuterte. Los geht es frühestens in diesem Herbst, spätestens Januar 2018. Zur Ausführung kommt eine Stahl-Bogenbrücke, die in etwa dem Aussehen der alten Brücke ähnelt. Der Brückenüberbau wird im Querschnitt eine Breite von 12 Metern zwischen den Geländern bekommen. Durch die Tatsache, dass der Stahlbogen nach außen gelegt wird, kann der Gehweg um 85 cm auf 2,50 m verbreitert werden. Die Fahrbahn wird mit 7 m auch um 50 cm breiter.
Seitens einiger Nachfragen durch Bürger wurde auf die Problematik, Radfahrer auf der Brücke, hingewiesen. Diese sollen, wie Ostermann sich äußerste, weiterhin auf der Fahrbahn die Brücke befahren. Es könne durch Fahrbahnmarkierungen ein Radweg auf der Fahrbahn angelegt werden. Eine andere Lösung sei nach Angaben des Straßenbauers Dirk Löneke (Straßen.NRW) nicht möglich und ist durch die enge Fahrbahnführung im Bereich der Brückenzufahrten wegen der Gebäude zu erklären.
Der geplante Bauablauf für den Neubau sieht wiefolgt aus: Zunächst wird in einer Zeit von ca. 14 – 16 Monaten der Überbau der neuen Brücke parallel zur alten Brücke auf der Südseite errichtet. Während dieser Zeit kann der Verkehr weiterhin die Weser über die alte Brücke queren.

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Die alte Weserbrücke wird durch einen neue Brücke erstezt.

© Foto: Vössing


Auf der Südseite werden parallel zur alten Brücke Behelfspfeiler errichtet, auf denen der Brückenüberbau des neuen Bauwerks zunächst gelagert wird. Die Baustelleneinrichtung sieht bei der Burg eine Taktfertigungsanlage vor. Hier wird der Überbau der Vorlandbrücke taktweise gebaut und nach und nach über die Behelfspfeiler in Richtung Weser geschoben. Liegt die in ihrer Lage, wird die Strombrücke mit Bogen im Bereich der Taktfertigung erstellt, über die neue Vorlandbrücke zur Weser geschoben und angeschlossen. Wenn der Überbau fertig ist, soll die alte Brücke abgerissen und dann die neuen Unterbauten (Pfeiler und Widerlager) gebaut werden. Während dieser Zeit von ca. 12 Monaten wird der Verkehr über die Weser gesperrt. Autofahrer müssen einen Umweg von ca. 9 Kilometern über Würgassen in Kauf nehmen. Fußgänger können aber über die neue Brücke die Weser überqueren.
Wenn die neuen Unterbauten fertig sind, wird der komplette Überbau parallel in die endgültige Lage auf die neuen Unterbauten verschoben. Während dieser Phase (ca. 10 Tage) können auch Fußgänger nicht die Brücke betreten. Bürgermeister Hubertus Grimm erläuterte, dass in dieser Zeit wohl ein Busverkehr eingerichtet würde.

Die ca. 199 Meter lange Brücke (Stützweite über die Weser 65 Meter) wird ungefähr 13,1 Mio. Euro kosten. Mit der Verkehrsfreigabe ist im Winter 2019/2020 zu rechnen.
Im Herbst wird es eine weitere Information von Straßen.NRW geben. Dann soll der Bauzeitenplan vorgelegt werden.

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