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Smart Country Side:

Wehrden erprobt Chancen der Digitalisierung

Kreis Höxter/Wehrden (brv) - Wehrden gehört zu den 6 Modelldörfern des Kreises Höxter, die von einer Jury im Rahmen des Projektes „Smart Countryside“ ausgewählt wurden, weil engagierte Bürger ehrenamtlich Ideen für digitale Anwendungen entwickeln, die das Leben auf dem Dorf vereinfachen sollen. 

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(v.r.) Günter Weskamp (Bezirksverwaltungsstellenleiter Wehrden) nimmt au sden Händen von Projektleiter Michael Stolte (GfW) die Urkunde entgegen.

© Foto: GfW

Der Kreis Höxter nutzt die Chancen der Digitalisierung und erprobt mit Bürgern aus den sechs Modellorten digitale Anwendungen, die bei Erfolg als Blaupause dienen.

Das zentrale Zukunftsthema bietet gerade für ländlich geprägte und wirtschaftlich starke Regionen wie den Kreis Höxter vielfältige Entwicklungschancen. Der demographische Wandel stellt die ländlich geprägten Regionen vor besondere Herausforderungen. Bedarfsgerechte und nutzerfreundliche Lösungen sind gefragt, bei deren Ausarbeitung und Erprobung die Bürger vor Ort frühzeitig eingebunden sind.

Genau hier setzt das Wehrdener Konzept im Rahmen des Bottom-up Projektes „Smart Country Side“ (SCS) an. Bezirksausschussvorsitzender und Bezirksverwaltungsstellenleiter Günter Weskamp erläuterte bei der Unterzeichnung: „Unser Konzept heißt ,wir we(h)rden digital‘ . Wichtige Punkte sind ,Demographie das Miteinander von Jung und Alt fördern‘, die ,digitale Infrastruktur verbessern‘ und den ,Fremdenverkehr fördern‘. So wollen wir unter anderem die älteren Mitbürger des Dorfes mit der digitalen Technik vertraut machen und einen örtlichen Notruf für alleinstehende Senioren und Seniorinnen einrichten. Auch ein digitales schwarzes Brett soll eingeführt werden, auf dem Wünsche zur Hilfe beim Einkauf im nächsten Supermarkt oder die Anfrage nach einer Mitfahrgelegenheit in die nächste Stadt eingetragen werden kann. Mit einer App soll jedem auf schnellem Weg geholfen werden. Nähere Informationen wird es demnächst bei einem Informationsabend geben. Der Termin wird noch mitgeteilt“.

Im Kreis Höxter beteiligten sich 14 interessierte Ortschaften an diesem Wettbewerb. Die Ortschaften Eversen, Merlsheim, Ovenhausen, Sandebeck, Rösebeck und Wehrden wurden von der Jury dafür ausgewählt, ihre innovativen Ideen in den nächsten 15 Monaten unter fachkundiger Begleitung umzusetzen und zu erproben. Die anderen acht Dörfer, die sich gleichfalls mit großem Engagement am Wettbewerb beteiligten, unter ihnen Amelunxen, können sich an Fach- und Netzwerkveranstaltungen sowie an Schulungen der digitalen Kompetenz beteiligen, um ebenfalls vom Projekt SCS zu profitieren.

Die Digitalisierung ist im Alltag vieler Bürger längst angekommen, so die Erfahrung von Heidrun Wuttke, Projektmanagerin SCS, bei den Erstgesprächen und Dorfrundgängen. “Über WhatsApp oder Facebook werden in den Dörfern ehrenamtliche Helfer mobilisiert. Jugendliche programmieren in ihrer Freizeit Dorf-Apps. Versierte Tüftler installieren intelligente Smart Home Lösungen“. Genau hier setzt das für die Region OWL einmalige, mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (Efre-) geförderte Projekt SCS an, das für den Kreis Höxter von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) mbH betreut wird.

Smart Country Side ist ein Kooperationsprojekt der Kreise Höxter und Lippe. Das von der OWL GmbH entwickelte Handlungskonzept „OWL 4.0“ mit zehn Projekten zur Digitalisierung im Umfang von 6,6 Mio. Euro war beim Projektaufruf Regio.NRW erfolgreich, mit dem das Land die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Regionen stärken will.

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