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Forstamtsexkursion nach Beverungen

Waldbau und Klimawandel an der Weser

Beverungen (brv) - Oft haben Exkursionen an entlegenen und exponierten Orten eine große Bedeutung in Bezug auf zentrale Themen. Und so fand die Fostamtsbereisung durch Landesbetriebsleiter Andreas Wiebe im Forstrevier Beverungen statt.

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Exkursion in den Beverunger Stadtwald.

© Foto: Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Ganz am Rand von NRW, in Sichtweite der Landesgrenze zu Hessen und Niedersachsen, sind Wald und Landschaft besonders schön, aber auch besonders flachgründig. Knapp bis unter der Oberfläche steht das Kalkgestein an, das es Waldbäumen aufgrund der mageren Wasserversorgung ohnehin schon nicht leicht macht. Und die durch steigende Jahresmitteltemperatur und sinkende Niederschlagsmengen beeinflusste Situation wird immer schlechter. Diesen Trend konnte Revierleiter Matthias Wolff anhand von langjährigen Messreihen seinen Kollegen belegen.
Und wie bei so vielen forstlichen Veranstaltungen in den letzten Jahren, kam auch diese Exkursion trotz aller landschaftlichen Reize und naturschutzfachlichen Aspekte nicht ohne das gesellschaftliche Top-Thema Klimawandel aus.
Dessen Folgen entdecken Förster nicht nur in Tabellen, sondern immer mehr auch im Wald, besonders auf so trockenen Kuppen wie in Beverungen. Dort machen sich Wolff und die Waldbesitzer angesichts der Herausforderungen insbesondere bei der Baumart Fichte schon seit 25 Jahren Gedanken um die Zukunft des Waldes.
Weil dieser mit einer Fläche von 1.200 Hektar der Stadt gehört und sich dort die Exkursion bewegte, war der anwesende Bürgermeister Hubertus Grimm nicht nur Gast, sondern auch Hausherr. In seiner bemerkenswerten Einführung zur Stadt und insbesondere zum Stadtwald machte er deutlich, dass sich Rat und Verwaltung nicht nur mit den Einnahmen aus dem durch das Regionalforstamt betreuten Stadtwald beschäftigen, sondern ebenfalls große Gedanken um die Nachhaltigkeit sowie um die Zukunftsfähigkeit des eigenen Waldes mit den beeinflussenden biotischen und abiotischen Faktoren machen.
Die forstliche Zusammenarbeit zwischen Regionalforstamt und Stadt hat in Beverungen eine lange Tradition. Sowohl Forstamtsleiter Roland Schockemöhle als auch Andreas Wiebe sicherten Bürgermeister Grimm auch für die Zukunft die Unterstützung bei der Gestaltung eines stabilen und leistungsfähigen Stadtwaldes zu.

 

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