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Feierliche Verkehrsfreigabe der neuen Weserbrücke

Verkehrsverbindung NRW-Niedersachsen ist wiederhergestellt

Von Peter Vössing
Beverungen/Lauenförde – „Geschafft!“ Der Brückenschlag zwischen Beverungen und Lauenförde wurde vollendet. Die Straße wurde jetzt offiziell für den Verkehr freigegeben. Symbolisch wurde auf der Brückenmitte ein Band durchtrennt.

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Mit der feierlichen Durchtrennung des Bandes konnte der Verkehr über die neue Weserbrücke freigegeben werden. 

© Foto: Vössing

Vorbei sind die Einschränkungen, die Umleitungen und die Staus am Ortseingang Beverungens. Endlich kann der Verkehr über den kürzesten Weg vom Nordrhein-Westfälischen Beverungen ins Niedersächsische Lauenförde gelangen. Zweieinhalb Jahre hat der Bau der neuen Brücke gedauert. Der Fertigstellungstermin des 17 Mio. Euro teuren Bauwerks war eigentlich für das Frühjahr angedacht. Dieser musste aber aufgrund lang anhaltender Hochwasserperioden immer wieder herausgezögert werden.
Was als großer Eröffnungstermin mit Volksfest geplant war, musste aufgrund der Corona-Pandemie sozusagen im „stillen Kämmerlein“ durchgeführt werden. Nur eine Handvoll Offizielle waren zum feierlichen Festakt eingeladen worden.

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Einweihungsfeier auf der Brücke. 

© Foto: Vössing


Während der Bauphase des „Jahrhundertbauwerks“ über die Weser konnten die Bürgerinnen und Bürger mit ansehen, wie die neue Brücke direkt neben dem alten Bauwerk Stück für Stück über das Vorland und die Weser gebaut wurde. Der Verkehr auf der wichtigen Ost-West-Verbindung in der Region konnte während der Bauzeit über die bestehende Brücke lange Zeit weiterfließen. Für Fußgänger war die Querung der Weser bis auf einige kurzzeitige Sperrungen durchgehend möglich. Der Autoverkehr musste nach Abbruch der alten Brücke und Neubau der neuen Widerlager eine Umleitung nehmen.

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„Gottes Segen“: (v.l.) Pfarrerin Astrid Neumann, Pfarrer Hans-Dieter Scheipner und Pastor Stephan Massolle. 

© Foto: Vössing


Wegen Hochwassers erreichte die neue Brücke über die Weser letztlich am 7. Mai durch eine spektakuläre Querverschiebung um 18 Meter flussabwärts ihren vorgesehenen Standort. „Mit der neuen Weserbrücke verbessern wir weiter die Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen. Der Verkehr auf einer wichtigen Verkehrsachse zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kann wieder fließen. Das bringt Entlastung und verbessert die Mobilität der Menschen in Beverungen und Lauenförde, die jetzt keinen Umweg mehr fahren müssen", sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst bei der Verkehrsfreigabe. Er wünschte der Bevölkerung, dass sie noch lange Freude an diesem Bauwerk haben möge. Insgesamt wurden 16,7 Millionen Euro aus Bundesmitteln investiert, um die B241-Verbindung über die Weser wieder zukunftstauglich zu machen.

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Verkehrsminister Hendrik Wüst wurde von Bürgermeister Hubertus Grimm eingeladen, sich ins „Goldene Buch“ einzutragen. 

© Foto: Vössing


Das neue Bauwerk steht nun nicht nur an alter Stelle, es gleicht der abgebrochenen Brücke auch in seiner Gestaltung. Farben, Konstruktion und auch die Stützweiten wurden von der 1950 fertiggestellten alten Weserbrücke übernommen. „Das Stadtbild hat sich nicht verändert, die Strombrücke mit ihren typischen Bögen gehört auch weiterhin zu Beverungen und Lauenförde", betonte Straßen.NRW-Direktor Dr. Sascha Kaiser.
Bürgermeister Hubertus Grimm, der seinen Jahresurlaub unterbrochen hatte, war die Erleichterung anzusehen und er wusste natürlich die Brücke von der Bedeutung her einzuordnen. „Der Neubau der Weserbrücke ist die größte Baustelle in diesem Jahrhundert in unserer Region. Sie ist es sowohl vom Bauvolumen her als auch von ihrer Bedeutung“, machte Grimm klar und führte aus, dass die Brücke eine wichtige Rolle über die Verkehrsbedeutung hinaus spiele. Die Brückenverbindung zwischen Beverungen und Lauenförde sei Grundlage für die guten nachbarschaftlichen Beziehungen beider Orte.

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Minister Hendrik Wüst. 

© Foto: Vössing


Zur Brückeneröffnung hatte Grimm dem Anlass entsprechend, das „Goldene Buch“ der Stadt mitgebracht. Hier durften sich neben dem Minister alle bei der Eröffnung Anwesenden eintragen.
Prof. Dr. Gero Marzahn, Ministerialrat im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ging in seiner Ansprache auf die Mammutaufgabe, Brückenneubau und Brückenertüchtigung im Bundesgebiet ein, die massiv hoch sei und dass Deutschland auf diesem Gebiet weit mehr tun würde als die anderen Länder. Er sprach zudem über das stadtprägende Erscheinungsbild des Neubaus.
Als Vertreter der leitenden Baufirma Echterhoff sprach der Geschäftsführende Gesellschafter Dipl.-Ing. Theo Reddemann über die technischen Details der rund 200 Meter langen Stabbogenbrücke und lobte die gute Zusammenarbeit während der Bauzeit mit Straßen.NRW und der Stadt Beverungen. Er überreichte anschließend an Minister Hendrik Wüst und den anderen Vertretern ein Foto der Brücke im Bau.
Natürlich durfte der geistliche Segen des neuen Brückenbauwerks nicht fehlen. Für den sorgten die evangelische Pfarrerin Astrid Neumann und ihr katholischer Kollege Stephan Massolle aus Beverungen sowie der evangelische Pfarrer Hans-Dieter Scheipner aus Lauenförde.
Dann schritten alle gemeinsam zur symbolischen Freigabe. Es wurde ein Band in den Landesfarben Schwarz-Rot-Gold durchtrennt. Im Anschluss an die Zeremonie wurden die Absperrungen an den beiden Brückenzufahrten weggeräumt und der Verkehr konnte endlich über das neue Bauwerk fließen.

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