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Vorsitzender Dirk Wilhelm und Kassiererin Katrin Meyer treten zurück

Verein Atomfreies 3-Ländereck ohne Vorsitz

Würgasssen (brv) - Völlig überraschend sind Dirk Wilhelm (Vorsitzender) und Katrin Meyer (Kassiererin) von ihren Vorstands-Posten im Verein Atomfreies 3-Ländereck zurückgetreten.

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Dirk Wilhelm trat überraschend zurück.

© Foto: Vössing

In einer Stellungnahme der beiden heißt es: „Hiermit teilen wir mit, dass wir unsere Tätigkeit im Verein „Atomfreies 3-Ländereck e.V.“ mit sofortiger Wirkung einstellen. Der Grund liegt in einem als zerrüttet zu bezeichnenden Vertrauensverhältnisses zu Teilen des Vorstands des Vereins. Das Fehlen uns essenziell wichtiger Werte im gemeinsamen Umgang miteinander ist hierbei von großer Bedeutung. Derzeit können wir noch nicht benennen ob und wie wir uns zukünftig in den Widerstand gegen das Vorhaben der Bundesregierung, das Dreiländereck mit dem ZBL zur nationalen Drehscheibe für den Atommüll aus ganz Deutschland zu machen, einbringen werden. Wir wünschen allen Gegnern des ZBL viel Kraft und vor allem Durchhaltevermögen im Kampf gegen das irrwitzige Vorhaben der BGZ.“
Diese Nachricht schlug vor allem in den sozialen Netzwerken ein wie eine Bombe. Die Kommentare überschlugen sich. Einerseits wollte man nähere Umstände zum Rücktritt Wilhelms erfahren, andererseits wurde eine Stellungnahme des verbliebenen Vorstands erwartet.
Vier Tage später gab es dann eine Stellungnahme des „Restvorstandes“ mit Dr. Thomas Fußgänger-May, Edith Götz, Hubertus Hartmann, Prof. Dr. Dr. Martin Hörning, Petra Sporbeck-Hörning und Heinrich Wenisch in der es heißt, dass Dirk Wilhelm und Katrin Meyer sich dazu entschlossen hätten „von einem Tag auf den anderen ihre Ämter niederzulegen. Dieser Rücktritt kam für den verbliebenen Vorstand ebenso überraschend wie für die meisten unserer Mitglieder. Wegen dienstlicher und privater Verpflichtungen der Vorstandsmitglieder war es schlicht unmöglich, sofort öffentlich zu reagieren.“
Der Vorstand respektiere die Entscheidung der beiden, hätte sich aber einen geordneten Wechsel gewünscht.
„Jetzt geht es darum, den Blick wieder auf die Sache, die Verhinderung des Standortes Würgassen, zu richten. Herr Wilhelm hat als Sprecher die BI nach außen bislang stark repräsentiert, aber er ist nicht die Bürgerinitiative. Es geht auch ohne ihn weiter. Der Vorstand bittet daher darum, keine weiteren Personendiskussionen zu führen, die unnütz Kraft und Emotionen kosten. Die BI wird in Zukunft genauso intensiv wie bisher alles Notwendige tun, um die Verantwortlichen von der Standort-Fehlentscheidung der BGZ zu überzeugen. Das ist unser Ziel!
Dafür brauchen wir breite Unterstützung. Wir bitten daher all diejenigen, die sich aktiv beteiligen wollen, einen Aufnahmeantrag als ordentliches Mitglied zu stellen. Schnellstmöglich werden wir eine Mitgliederversammlung einberufen. Auf dieser Mitgliederversammlung steht die Neuwahl des Vorstands auf der Tagesordnung“, heißt es weiter in der Pressemitteilung des BI-Vorstandes.
Dirk Wilhelm war zu keiner Stellungnahme zu seinem Rücktritt bereit. „Ich möchte kein weiteres Öl ins Feuer schütten,“ sagte das Gesicht des Widerstands.

 

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