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Buchenwald-Ausstellung in Sekundarschule

Unbegreifliches begreifbar machen

Beverungen (brv) – Das Schulprojekt "Nationalsozialismus" zeigt eine Ausstellung zum Besuch der Abschlussklassen in der "KZ-Gedenkstätte Buchenwald" in der Sekundarschule im Dreiländereck Beverungen.

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Die Schüler des zehnten Jahrgangs, eingerahmt von ihren Lehrerinnen.

© Foto: Sekundarschule Beverungen

Geschichte erleben, verstehen und nachvollziehend empfinden, ist der pädagogisch wertvollste Weg, Schülerinnen und Schülern einer zehnten Klasse die Zeit des Nationalsozialismus zu veranschaulichen. Außerdem ist es eine besondere Erfahrung, die Schauplätze der Vergangenheit sehen zu können, um so die vergangene dunkle Geschichte Deutschlands von 1933-1945 verständlicher und anschaulicher zu machen.
Damit wahr wird, was der 2016 verstorbene Elie Wiesel als Überlebender in Buchenwald hoffte: "Jeder, der heute einem Zeugen zuhört oder den Ort des Schreckens besucht, wird selbst ein Zeuge werden."
Zum festen Bestandteil des Unterrichts der Klassen 10 gehört an der Sekundar-schule im Dreiländereck Beverungen das fächerübergreifende Projekt "Nationalsozialismus".
Nach einer intensiven Vorbereitung im Unterricht, an der die Fächer Geschichte, Religion und Deutsch beteiligt waren, endete dieses Projekt mit einem dreitägigen Aufenthalt der Klassen des 10. Jahrgangs der Sekundarschule im Drei-ländereck Beverungen in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald.

Die Fahrt nach Weimar, zum Besuch der Gedenkstätte war eine außerschulische Unterrichtsveranstaltung der ganz besonderen Art: "Erlebte Geschichte – Drei Tage Nachdenken über Gewalt, Leid und Tod."

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Düstere Zeiten wurden in düsteren Farben dargestellt.

© Foto: Sekundarschule Beverungen


Dieser emotionale Zugang ist ein wichtiges Element um zu erkennen, mit welcher menschenverachtenden Einstellung Angehörige unterschiedlicher Gruppen wie Juden, Zeugen Jehovas oder sogenannte Asoziale oder politisch Andersdenkende behandelt wurden.
Die Schülerinnen und Schüler haben ihre ganz persönlichen Eindrücke wie zum Beispiel die Fakten über die menschenverachtende Nazi-Diktatur festgehalten, die jetzt in den kommenden Wochen in der usstellung in der umgestalteten Pausenhalle der Sekundarschule im Dreiländereck gezeigt werden.
Beim Umgang und der Aufarbeitung der Thematik mit dieser Ausstellung wurden die Schülerinnen und Schülern von den Lehrern Ingrid Finkelmeier (Klassen-lehrerin), Judith Gockeln (Klassenlehrerin), Ute Sperber-Krafft (Kunstlehrerin) und Franz Arendes (Lehrer) beim Aufbau der Ausstellung unterstützt, betreut und begleitet.
Bei der Eröffnung der Ausstellung wies Schulleiter Klaus Oppermann im Beisein von Bürgermeister Hubertus Grimm und Vertretern des Rates auf die Verpflichtung der heutigen Generation hin, die Erinnerung an diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit wachzuhalten und selbst "Zeuge" zu werden.

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