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Ohnsorg-Theater begeistert Ostwestfalen

Tratsch mit Happy End

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Heidi Kabel prägte mit ihrer Gestik und Mimik die Aufführungen des Hamburger Ohnsorg-Theaters, die vielen noch aus den Fernsehübertragungen bekannt sind. Das Ohnsorg-Theater auf Tour in Beverungen lockte mit 700 Zuschauern ein großes Publikum in die Stadthalle. Die Zuschauer freuten sich auf einen vergnüglichen Abend mit Hamburger Mundart und wollten Heidi Kabels Tochter in einer der Rollen sehen, in denen ihre Mutter brillierte. „Tratsch im Treppenhaus“, das auf Einladung der Kulturgemeinschaft in Beverungen aufgeführt wurde, war eine der erfolgreichsten Stücke des Ohnsorg-Theaters und begeisterte auch die Ostwestfalen in der leicht aktualisierten Form in der Stadthalle.

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Heidi Mahler als Tratsche Meta Boldt und Eileen Weidel als die fesche Heike Seefeld tauschten sich im Treppenhaus aus.

© Foto: Siebrecht

Das aufwendige Bühnenbild stellte das etwas heruntergekommene Treppenhaus mit vier Wohnungstüren dar, in dem sich die gesamte Handlung, meist in Dialogen zwischen zwei Figuren abspielte. Die Kostüme passten zur Moder der 60-er Jahre, in die das Stück entführt. Meta Boldt (Heidi Mahler) wohnt mit dem pensionierten Steuerinspektor Brummer und der Witwe Knoop in einem Mietshaus, das Schlachter Tramsen gehört und liegt stets auf der Lauer um immer informiert zu sein, was im Haus vorgeht. Jeder wird von ihr geschickt ausgefragt, und bekommt die Neuigkeiten über die Nachbarn präsentiert, die meist eher auf Spekulationen beruhen. Meta Boldt scheut in ihrem „Wissensdurst“ nicht davor zurück dem Gesprächspartner nach dem Mund zu reden und dessen Aussagen beim anderen Nachbarn so zu verdrehen, dass es zum Streit kommen muss. So bleibt es natürlich nicht lange geheim, dass die junge, attraktive Heike Seefeld, die Tochter ihres Chefs bei Witwe Knoop zur Untermiete einzieht. Meta Boldt ist empört, denn das ist gegen die Hausordnung und hinterbringt die Neuigkeit gleich dem Hauswirt. Als dann auch noch der Neffe des Steuerinspektors die Kammer seines Onkels in Beschlag nimmt und ebenfalls Untermieter wird, geht es im Treppenhaus hoch her.

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Hauswirt und Fleischermeister Bernard Tramsen hat die Nase voll von Meta Boldts Hetzgeschichten.

© Foto: Siebrecht

Das Publikum amüsierte sich köstlich über die Verwechslungen und Verwirrungen der Handlung, das Getratsche und die wilden Gerüchte, die Meta Boldt auf dem Flur produziert und die zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden Untermietern. Der Pensionär und der Schlachtermeister blühen in Gegenwart der attraktiven Heike Seefeld zu ihrem zweiten Frühling auf.Die kluge, junge Frau ist der Hausgemeinschaft gewachsen, spinnt ihrerseits ihre Fäden und wendet auf dem Kaninchenball vieles zum Guten.

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Entflammt da die große Liebe zwischen den beiden Untermietern Dieter Brummer und Heike Seefeld?

© Foto: Siebrecht


Das Volksstück des Ohnsorg-Theaters, mit grandioser Leistung der Schauspieler fand viel Anklang beim ostwestfälischen Publikum und stellte eine erfrischende Abwechslung im Programm der Kulturgemeinschaft dar.

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