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30 Jahre Nördlichster Almabtrieb Deutschlands

Tierisches Spektakel mit viel Gemecker

Dalhausen (pv) – In Dalhausen wurde wieder ein Jubiläum gefeiert. Bereits zum 30. Mal fand dort jetzt der nördlichste Almabtrieb Deutschlands statt. Ca. 60 geschmückte Ziegen und 10 Schafe waren beim festlichen Zug durch den Korbmacherort dabei.

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Für die Teilnehmer war der Festzug mit den Ziegen ein Heidenspaß.

© Foto: Vössing

Was aus einer Bierlaune heraus begann, ist mittlerweile zu einer festen Veranstaltung in Dalhausen gewachsen. Alois Hartmann war es, der im Jahr 1988 aus Spaß einen Almabtrieb durchführte. „Was die Bayern können, können wir schon lange“, waren seine Worte. Zur Silberhochzeit hatte er eine Ziege geschenkt bekommen und das aus gutem Grund: Sang er doch damals schon bei festlichen Anlässen gern sein Lied von der Ziege. Schnell kaufte sich Hartmann ein zweites Exemplar dazu, das sogar Kunststücke verrichten konnte. „Mit 2 Ziegen und 40 Freunden bin ich damals durchs Dorf gezogen“, erklärte Alois Hartmann wie alles begann.


Im Laufe der Jahre haben immer mehr Ziegenfreunde beim Almabtrieb durch die Straßen Dalhausens mitgemacht. Jetzt hatte Werner Siewers zusammen mit seinem Schwiegersohn Stephan Hoppe und dem Landgasthof Bruns die Organisation des Spektakels übernommen. Das Ereignis erfreut sich nach wie vor auch bei den Zuschauern großer Beliebtheit.
Auf dem Parkplatz im Hellweg hatten sich zahlreiche Kinder und Tierfreunde eingetroffen, um mit den manchmal störrischen wiederkäuenden Hornträgern durch das Dorf zu ziehen. Auch der Treckerclub-Dalhausen hatte sich mit zahlreichen Fahrzeugen in die ungewöhnliche Prozession, die vom Spielmannszug Dalhausen und der Blaskapelle Dalhausen musikalisch angeführt wurde, eingereiht. Vorweg marschierten der Korbmacher mit Rief und Alois Hartmann, der Urheber des nördlichsten Almabtriebs.

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Alois Hartmann (r.), der Vater des Almabtriebs, ging mit Gerhard Ewerling (Korbmacher mit Rief) voran. Foto: Vössing

© Foto: Vössing


Die Tiere waren sehr hübsch herausgeputzt worden und die „Ziegenhirten/-innen“ trugen teilweise Dirndl oder Lederhosen. An der Zugstrecke hatten sich viele Zuschauer postiert, um bei strahlendem Sonnenschein den ungewöhnlichen Festmarsch zu erleben. Vom Hellweg aus ging der Zug in Richtung Bleicheplatz. Unterwegs büxten immer mal wieder ein paar Tiere aus, die hastig wieder eingefangen werden mussten - sehr zum Spaß der Zuschauer. Auf dem Bleicheplatz wurde eine kleine Rast eingelegt. Für die Erwachsenen Hirten gab es dort zur Stärkung einen Schnaps.
Nach kurzer Pause ging es dann traditionell weiter zum Landgasthaus Bruns. Dort hatten sich schon die Musiker der Bevertaler postiert, um zur Unterhaltung aufzuspielen. In der Langen Reihe waren einige Stände mit Handarbeiten aufgestellt worden und die kleinen Gäste konnten am Ponyreiten teilnehmen, in der Hüpfburg herumtollen oder sich schminken lassen. Alle Kinder, die mit einer Ziege am Umzug teilgenommen hatten, wurden mit einer Erinnerungsmedaille bedacht.

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Auch der Trecker-Club Dalhausen fuhr beim Almabtrieb mit.

© Foto: Vössing


Für die Dalhauser ist der Almabtrieb schon zu so eine Art Oktoberfest geworden und so verwundert es nicht, das viele Besucher in Tracht erschienen waren. Zur weiteren Unterhaltung gab es am Nachmittag noch Wettbewerbe wie Bierkrugstemmen oder eine Wahl zur „Miss Dirndl“. Für das leibliche Wohl gab es Imbisse (unter anderem zwei Sorten Ziegenwurst) und reichlich Getränke. Gefeiert wurde im Anschluss noch ausgiebig.
Der 30. Almabtrieb als regionales Highlight sorgte in diesem Jahr für einen Besucherrekord. Fortsetzung folgt im nächsten Jahr.

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