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Millionenprojekt Breitbandausbau wird umgesetzt

Spatenstich für schnelles Netz

Von Barbara Siebrecht
Herstelle/Kreis Höxter – Mit dem symbolischen Spatenstich in Herstelle drückten alle Verantwortlichen ihre Freude über den kreisweiten Anschluss der Dörfer an die Datenautobahn aus. Damit gehört der Kreis Höxter zu den Ersten, die von der Planungs- und Antragsphase in die Umsetzung einsteigen. Die Förderbescheide waren im Januar 2018 übergeben worden und die Beverunger Breitbandinternet und IT Unternehmen „Sewikom“ erhielt den Zuschlag für den Ausbau des Glasfasernetzes in allen Städten des Kreises.

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Bezirksausschussvorsitzender Klaus-Dieter Thesing, Bürgermeister Hubertus Grimm, Kai-Timo Wilke (Geschäftsführer Sewikom) und Landrat Friedhelm Spieker vor der Fräse.

© Foto: Siebrecht

Im Rahmen eines interkommunalen Projektes und mit Unterstützung durch die Kreisverwaltung und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW) wurden die Planungen abgeschlossen. Finanzierbar wird der Netzausbau durch die Fördergelder des Landes NRW und der EU in Höhe von 10 Millionen Euro, die im Gegensatz zu den Förderprogrammen des Bundes für diese Maßnahme genutzt werden können.

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Michael Stolte (Geschäftsführer GFW) und Kai-Timo Wilke (Geschäftsführer Sewikom) mit dem siebenadrigen Leerrohr für das Glasfaserkabel.

© Foto: Siebrecht


Das von der Firma Sewikom zu bauende Netz wird die 92 Ortschaften anbinden die als unterversorgt identifiziert wurden und die dann schnelles Internet mit einer Datenrate von mindestens 50 Mbit/sek erhalten. Der Ausbau erfolgt in zwei Schritten bis Mitte 2019. Zunächst werden innerorts die Leitungen zwischen den Verteilerkästen verlegt. Von den Verteilerkästen bis in die Haushalte wird zunächst weiter die Verbindung über Kupferkabel genutzt. Im zweiten Schritt werden die Verbindungstrassen zwischen den Ortschaften geschaffen und vorhandene Glasfasertrassen von 190 Km Länge angeschlossen. Insgesamt sollen 250 Km Glasfaserkabel neu verlegt werden. Erst nach dem zweiten Ausbauschritt wird das Glasfaser-Netz nutzbar sein.

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Firma Siebeneicher vertreten von Klaus Siebeneicher führt die Spülbohrarbeiten in Herstelle durch.

© Foto: Siebrecht


Vier Verfahren werden dabei angewendet. Im Horizontalbohrverfahren können Leerrohre von bis zu 400 m Länge eingezogen werden. Dazu wird im Spülbohrverfahren ein Kanal in zwei bis drei Metern Tiefe unter allen anderen Versorgungsleitung geschaffen. In die siebenadrigen Leerrohre wird das Glasfaserkabel später in die mittlere Ader eingeblasen. Neben klassischem Tiefbau mit Bagger und Schachtarbeiten werden auch die Grabenfrästechnik und der Kabelpflug eingesetzt, die die Leerrohre an nicht versiegelten Trassen in etwa 80 cm Tiefe verlegen.
Der innerörtliche Ausbau geht erstaunlich schnell. Je nach vorgefundenen Bedingungen schafft die Felsgrabenfräse 20 Meter in der Stunde, und der Kabelpflug 1400 Meter am Tag. Der Netzausbau in Würgassen und in Herstelle ist nahezu abgeschlossen. Die Ortschaften Jakobsberg und Haarbrück werden in den nächsten vier Wochen in Angriff genommen. Amelunxen, Rothe und Tietelsen werden folgen.

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