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Young Americans besuchen Beverunger Gymnasium

Schüler werden Musicalstars

Von Peter Vössing
Beverungen - Mit einer großen Show in der Beverunger Stadthalle endete der dreitägige Workshop der „Young Americans“ im Beverunger Gymnasium. 115 Kinder aus allen Jahrgangsstufen wurden von den 40 Mitgliedern des Ensembles zu musikalischen und tänzerischen Höchstleistungen innerhalb kürzester Zeit getrimmt.

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Tänzerische Einlagen der Schüler des Beverunger Gymnasiums.

© Foto: Vössing

Die Idee, die Young Americans erneut ans Gymnasium Beverungen einzuladen, kam von Julia Schrader, ehemalige Schülerin und nun Kollegin am Gymnasium, die selbst als Jugendliche an zwei Workshops der Young Americans teilgenommen hatte. Gemeinsam mit ihren Englischkolleginnen Mine Saltan Coelho und Ekaterini Schwickardi bildete sie das Organisationsteam für dieses Schülerangebot.
Unterstützung erhielten sie vom Förderverein des Gymnasiums, mit dessen finanzieller Hilfe der Teilnahmebeitrag für die Schülerinnen und Schüler reduziert und damit mehr Kindern und Jugendlichen die Teilnahme ermöglicht werden konnte. Des Weiteren hat sich der Ehemaligenverein Pro Nobis e.V. angeboten, die T-Shirts für den Showauftritt zu sponsern. Die Stadt Beverungen stellt für alle drei Tage die Stadthalle für die Proben und die Abschlussshow zur Verfügung. Untergebracht wurden die Gäste in den Familien einiger Schüler.


Milton C. Anderson gründete die Gruppe im Jahr 1962 die Young Americans. Diese machten sich einen Namen als weltweit erste Gruppe, die choreografische Einlagen mit chorischem Gesang verbanden und zählen somit als erster Show-Choir in Amerika, die mittlerweile an so gut wie jeder High School in den Vereinigten Staaten zu finden sind.
Seit dem Jahre 1992 bereisen die Young Americans zudem im Zuge einer „Music Outreach Tour“ Länder auf der ganzen Welt und leisten pädagogische Arbeit an Schulen und verschiedensten Einrichtungen. Die Young Americans sind in jedem Jahr mi drei Gruppen in Amerika, Japan und Europa unterwegs. Betreut werden die jungen Künstler in Europa vom Bad Karlshafener Musikschulleiter Michael Heib, der als Europa Manager bei der Tour dabei ist.
Im Jahr 2002 gründeten die Young Americans die Bildungseinrichtung "California Pacific College of the Performing Arts", die heute unter dem Namen The Young Americans College of the Performing Arts erfolgreich eigenverantwortliche Künstler in den Sparten Tanz, Gesang, Schauspiel und Pädagogik für die Arbeit als Young American und darüber hinaus für Bühne, Film, Fernsehen sowie mit der Branche verwandten Berufen und die Lehrtätigkeit ausbildet.

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Die „Young Americans“ überzeugten mit einer temporeichen Show.

© Foto: Vössing


Im Laufe von drei Tagen studierten die 18- bis 24-jährigen Schüler des College aus Corona (Kalifornien) mit den Schülern (in drei Altersgruppen unterteilt) eine komplette Bühnenshow ein und brachten diese am Ende zur Aufführung. Schon in den ersten Minuten des Workshops gelang es den herzlichen jungen Studenten die zu Beginn noch schüchternen Kinder und Jugendlichen anzusprechen. Schnell wurde ein Wir-Gefühl etabliert, das sich wie ein roter Faden durch die anstrengenden Trainingseinheiten zog. Die musikalische Leitung des Ensembles hat Jeffrey Polk, der vor allem bei den gesanglichen Darbietungen nicht nur das Ensemble der „Young Americans“ sondern auch die Schüler zu Höchstleitungen brachte. Die Schüler waren zudem gefordert mit den „Young Americans“ auf Englisch zu kommunizieren.
Am Abend der Vorführung stieg dann doch das Lampenfieber ,als die Kinder die überfüllten Sitzreihen der Beverunger Stadthalle erlebten. Zunächst konnten sie aber die einstündige Show der Young Americans genießen, die eine mitreißende Revue quer durch die neuere Musikgeschichte boten. Von Musicalausschnitten, Medleys bis zum chorisch vorgetragenen „Kein schöner Land“ begeisterten die Studenten mit ihrem Einsatz und Können.
Der zweite Teil der Show gehörte den Teilnehmern des Workshops, die ein vielfältiges Programm eingeübt hatten. „We are the world“, „Circle of life” aus dem Musical König der Löwen und weitere gesangliche, tänzerische und pantomimische Spielszenen bestimmten das schwungvolle Programm. Viele Kinder hatten kurze Soloauftritte, bei denen ihnen immer wieder die Profis zur Seite standen. Für die Zuschauer und Kinder war es einmaliges Erlebnis, das mit viel Beifall honoriert wurde.

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