Der kleine Vampir in der Stadthalle

Schaurig-schönes Weihnachtsfest

Beverungen (brv) – Ungefähr 1200 Kinder konnten in zwei Vorstellungen in der Beverunger Stadthalle miterleben, wie der „kleine Vampir“ Weihnachten feiert. Das „Theater auf Tour“ präsentierte den Kindern diese spannend-schaurig schöne Weihnachtsgeschichte.

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Anton, Rüdiger und Anna planen das gemeinsame Weihnachtsfest.

© Foto: Vössing

Mit „Der kleine Vampir“ ist Angela Sommer-Bodenburg eine Buchreihe gelungen, die sie schlagartig berühmt gemacht hat und deren Bücher seit 1979 über 12 Mio. Male verkauft wurden und in über 30 Sprachen vorliegen. Besonders bekannt und beliebt ist die 13-teilige Kinderserie aus den 1980er Jahren, die bis heute immer wieder auf verschiedenen Sendern gezeigt wird. Daneben gibt es Musicals, Kinofilme, Hörbücher, Comics und eine weitere TV-Serie.
Die Bücher handeln von der Freundschaft zwischen dem Menschenkind Anton und dem Vampirkind Rüdiger. Anton liest wahnsinnig gerne Gruselgeschichten. Besonders Vampire haben es ihm angetan und eines Nachts begegnet ihm tatsächlich ein leibhaftiger Vampir: Rüdiger. Doch der kleine Vampir ist gar nicht so schrecklich, wie er sein sollte, denn er ist erst 146 Jahre alt und hat deswegen noch keinen Blutdurst. Die beiden ungleichen Jungen freunden sich sofort an. Auch Rüdigers Vampirschwester Anna mag Anton sofort und so sind die drei Freunde nicht mehr zu trennen.
Doch da sie aus verschiedenen Welten kommen, die sich eigentlich gegenseitig gar nicht mögen, müssen sie ihre Freundschaft vor ihren Familien geheim halten. Das stellt sich als ganz schön schwierig heraus und bringt die beiden immer wieder in heikle Situationen.
Und auch das Weihnachtsfest birgt so seine Tücken, denn Antons Eltern haben bemerkt, dass er seine Freunde sehr vermisst und so machen sie ihm das größte Geschenk: Er darf Rüdiger und Anna zu Heiligabend einladen. Ahnungslos, dass es Vampirkinder sind.
Es kommt zu turbulenten Szenen, bei denen Plastikweihnachtsbäume, seltsame Geschenke, eine verrückte Musikanlage, ein modriger Geruch in Antons Zimmer und eine angebrannte Weihnachtsgans für viel Verwirrung sorgen. Dann taucht noch Vampirjäger Geiermeier als Weihnachtsmann verkleidet im Hause Bohnsack auf.
Das „Theater auf Tour“ hatte gekonnt den Spagat geschafft eine Gruselstory kindgerecht auf die Bühne zu bringen. Die Charaktere waren wunderbar herausgespielt und die Kinder konnten sich sogar mit den „lieben“ Vampiren identifizieren. Ein stetig wechselndes Bühnenbild und geschickte Lichteffekte sorgten für Gruseleffekte. Die gab es aus Rücksicht vor ängstlichen Kindern in homöopathischen Dosen, aber genau so dosiert, dass die Aufführung nicht lächerlich wirkte. Es war eine runde Sache. Die Kinder folgten angespannt der Handlung und honorierten die Aufführung mit viel Beifall.
Für die Kinder ab 5 Jahren, die die Beverunger Stadthalle bevölkerten, war das schaurig-schöne Stück ein Heidenspaß, genau die richtige Einstimmung auf das kommende Weihnachtsfest.