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Auslastung des Klärwerkes erhöht

Pumpstation Amelunxen in Betrieb genommen

Von Barbara Siebrecht
Amelunxen – Die Baumaßnahmen am der neuen Pumpstation und der Druckrohrleitung als Verbindung zur Pumpstation in Wehrden sind abgeschlossen. Das Pumpwerk konnte wie geplant zum Jahreswechsel die Arbeit aufnehmen und wurde nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Betriebsleiter „Abwasser“ des Eigenbetriebs der Stadt Beverungen, Frank Matthias, bedankte sich für die konstruktive und engagierte Zusammenarbeit mit Planern, Behörden und Baufirmen. „Auch die Verhandlungen mit den privaten Grundeigentümern, auf deren Flächen die Druckrohleitung verlegt worden ist, verlief von Anfang an ebenfalls gut und einvernehmlich“, so Frank Matthias.

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Zur offiziellen Vorstellung des neuen Pumpwerkes waren Bürgermeister Hubertus Grimm, der Betriebsleiter des Abwasserwerks Frank Matthias (rechte Pumpe hinten mit Brille), die Mitglieder des Betriebsausschusses „Abwasser der Stadt Beverungen“, Gisbert Bläsing, der Vorsitzende Ralf Göllner, Roger von Heynsbergen, Eckard Scheppke, Bernhard Villmer, Hans-Jürgen Oppermann und die Vertreter der ausführenden Firmen Johannes Schönhoff (vorne links) und Frank Behre (vorne rechts) gekommen.

© Foto: Siebrecht

Seit 1987 war die Abwasserentsorgung Amelunxens mit einer Vereinbarung mit der Stadt Höxter geregelt. Die Abwässer wurden über Godelheim der Kläranlage Höxter zugeleitet und die Betriebskosten anteilig von der Stadt Beverungen übernommen. Die Vereinbarung wurde 2012 gekündigt. Nach einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hatten Christian Haase, der damalige Bürgermeister und Hermann Böker der damalige Betriebsleiter „Abwasser“ sowie der Betriebsausschuss das Ziel, die Auslastung der Beverunger Kläranlage zu erhöhen. Die Baumaßnahme in Höhe von ca. einer Millionen Euro, ist die größte Investition der Stadt Beverungen im Bereich Abwasser seit einigen Jahren und soll sich innerhalb von 15 Jahren amortisiert haben.

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Die Pumpen stehen etwa sechs Meter tief unter dem Betriebsgebäude, das Becken im Vordergrund wird jetzt nur noch bei starken Regenereignissen als Sammelbecken gebraucht.

© Foto: Siebrecht


Die Pumpstation wurde auf der Fläche des abgerissenen Betriebsgebäudes in Verlängerung der Wöhrener Straße durch Firma Schönhoff gebaut. Zwei trocken aufgestellte Pumpen fördern im Wechsel 12 Liter pro Sekunde der Flüssigkeit mit Feststoffen durch eine Druckrohrleitung mit 14 cm Innendurchmesser. Die Leitung wurde entlang der Feldwege verlegt und trifft in Höhe des Waldrandes auf die Kreisstraße 56 Richtung Wehrden, der sie weiter folgt. Entlang der B 83 führt die Leitung nach Wehrden. Es wird ein Höhenunterschied von 50 Metern überwunden. Die Leitungsverlegung durch Firma Nolte erfolgte überwiegend in geschlossener Bauweise, dem sogenannten „Nassbohr-Spülverfahren. Die Leitungslänge beträgt 2,5 km, davon 1,4 km als Druckrohrleitung. Eine Abwassermenge von 100.000 m³ sollen pro Jahr gefördert werden und die Pumpen dazu durchschnittliche 10 Mal am Tag anspringen und das vorgeschaltete Sammelbecken leeren.

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