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Tag der Straßenfeste zum 600-jährigen Jubiläum

Partys im gesamten Stadtgebiet

Von Barbara Siebrecht und Peter Vössing
Beverungen/Amelunxen/Jakobsberg – Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 600-jährigen Stadtjubiläum in Beverungen wurde jetzt ein Tag der Straßenfeste durchgeführt. Wunsch des Bürgermeisters Hubertus Grimm war es, dass sich möglichst viele der 275 Straßen in den zwölf Ortschaften des Stadtgebietes an der Aktion beteiligen.

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Bürgermeister Grimm beim Dosenwerfen auf dem Straßenfest in Jakobsberg.

© Foto: Siebrecht

Letztlich wurden 18 Straßenfeste beim Beverunger Rathaus gemeldet. Die Höhe der Dunkelziffer blieb unbekannt, denn spontan setzten sich einige Nachbarn zusammen, um an diesem Tag ihre Nachbarschaft zu feiern. Partys gab es in Herstelle (Karlstraße, Schifferstraße), Jakobsberg (Hof Wieners), Dalhausen (Meierbreite, Berliner Straße, Bergstraße), Rothe (Glockenweg), Drenke (Hellenbusch), Amelunxen (Alte Dorfschule), Blankenau (Dorfgemeinschaftshaus) und natürlich Beverungen (Oberer Selsberg, Am Kapellenberg, Liboristraße, Templiner Weg, Holster-Mühle-Weg, Hersteller Straße, Fasanenweg und Unterm Eisberg).
Bürgermeister Hubertus Grimm machte sich frühzeitig auf den Weg, um möglichst viele der Feste zu besuchen, die zum Teil ein kleines Programm auf die Beine gestellt hatten. Zu Anfang seiner Reise besuchte er die Hersteller Karlstraße und am späten Abend endete seine Tour in Beverungen (Unterm Eisberg).


In Amelunxen fand in der Grubestraße unter dem Motto „Meet and Beat at School“ eine zentrale Feier für den gesamten Ort statt. Organisiert hatte das Event das Team des Dorfgemeinschaftshauses „Alte Dorfschule“. Es war ein umfangreiches Angebot für Jung und Alt, dass das Organisationsteam um den Vorsitzenden Michael Knaup auf die Beine gestellt hatte. Ein Kinderflohmarkt, Kinderschminken, Völkerballturnier, eine Dorfrallye und ein Kaffeetrinken mit großem Kuchenbuffet machten dabei den Anfang. Ab 18 Uhr wurde dann das Fest auf den Schulhof der „Alten Dorfschule“ verlegt. Dort wurden bei Musikuntermalung, Getränke, Grillsachen und Cocktails angeboten. Einige Besucher hatten es sich am Lagerfeuer gemütlich gemacht. Ein DJ legte vor der Schule am Abend House- und Techno-Musik auf und in der Schule fand eine „Wildbergkeller Revival Party“ statt.

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Am Nachmittag hatten sich schon viele Jakobsberger beim Straßenfest versammelt.

© Foto: Siebrecht


Auch in Jakobsberg war der gesamte Ort mit ca. 300 Einwohnern zum Straßenfest eingeladen, das die Schützenbruderschaft St. Jakobus ausrichtete. Das zweitägige Fest fand im Hof Wieners-Kröger statt, denn hier konnten der Saal und die Einrichtungen der Schützen genutzt werden. Auf dem Hof bauten die Schützenbrüder eine Action-Rallye für die Kinder mit vier Stationen auf. Die jüngsten Dorfbewohner sollten die Aufgaben in Zweierteams lösen und mussten sich im Dosenwerfen, Zielwerfen, Fußball-Kegeln und Eierlaufen auf Zeit beweisen. Nach jeweils zwei Durchläufen wurden die Siegerteams mit einer prall gefüllten Süßigkeiten-Schatztruhe belohnt.

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Selbst gemachtes Popcorn für die Besucher des Amelunxer Straßenfestes. 

© Foto: Vössing


Bürgermeister Hubertus Grimm versuchte sich ebenfalls im Dosenwerfen, denn er wollte beweisen, dass sich seine Geschicklichkeit in diesem Sport verbessert hat. Zum 1000-jährigen Bestehen von Jakobsberg hatte er sich 1973 als Achtjähriger mit dem dritten Platz um die Königwürde beim Dosenwerfen zufrieden geben müssen. Beim dritten Versuch landete Grimm einen Volltreffer und überzeugte die Jakobsberger mit seiner Leistung. Am Abend feierten die Jakobsberger mit Live-Musik der Skyline-Party-Band im Saal.

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Kinderflohmarkt in den Räumen der „Alten Dorfschule“ in Amelunxen. 

© Foto: Vössing


Sogar am nächsten Morgen traf man sich in Jakobsberg erneut, um mit einem gemeinsamen Frühstück, zu dem sich über 130 Personen (also fast jeder zweite Jakobsberger) einfanden, um noch einmal auf 600 Jahre Stadtrechte Beverungen anzustoßen und die Gemeinschaft unter Nachbarn und Freunden zu genießen.

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Viel Spaß bei der Dorfrallye durch das Nethedorf.

© Foto: Vössing


Alle Teilnehmer, der mindestens 18 Straßenfeste am 2. September 2017 haben sicher ein Stückchen mehr zusammengefunden und erlebt, wie schön gute Nachbarschaft sein kann. Vielleicht wurde zum Stadtrechte-Jubiläum in der einen oder anderen Straße einen Grundstein für weitere Straßenfeste in der Zukunft gelegt. Bürgermeister Grimm würde dies freuen, denn er meinte eine gute Nachbarschaft sei das, was eine Stadt eigentlich ausmachen würde.

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