Drucken Versenden
Kolpingsfamilie besucht Alpakazüchter

Neugierig und scheu zugleich

Von Barbara Siebrecht
Manrode – Sie sehen zum Knuddeln aus, lassen sich aber nicht gern anfassen. Die Alpakas, die zur Familie der Neuweltkamele gehören, sind neugierige Fluchttiere, die auf Besucher zukommen, sich aber nicht streicheln lassen. Seit 2014 züchtet das Ehepaar Gabriela und Manfred Dierkes diese Tiere in einem Wiesental bei Manrode.

Bild anzeigen

Manfred und Gabriela Dierkes züchten Alpakas in Manrode

© Foto: privat

Die Kolpingsfamilie Beverungen besuchte Familie Dierkes und ließ sich die Besonderheiten von Haltung und Zucht der Alpakas erklären. Die Kolpingsfamilie hat 165 Mitglieder und trifft sich in der Regel alle 14 Tage zu ganz unterschiedlichen Veranstaltungen, an denen durchschnittlich 25 Personen teilnehmen. Zu den Veranstaltungen sind auch Gäste herzlich willkommen.

Bild anzeigen

Alpakas gibt es in 22 Farbschlägen einfarbig oder als Scheke! 

© Foto: Siebrecht


Beim Besuch in Manrode traf sich die Gruppe im Lammert-Tal an der Weide und wurde mit Kaffee und Kuchen im Offenstall bewirtet. Während des Vortrages konnten die Besucher die Tiere beim Grasen beobachten. Alpakas wurden in den Andenländern Südamerikas schon vor 6.000 Jahren aus den Wildformen Vikunja und Guanako gezüchtet. Ihre Wolle besteht aus sehr feinen Fasern, ist leicht und temperaturausgleichend. Mit der Eroberung durch die Spanier wurde die Alpaka-Zucht zugunsten von Rindern und Pferden stark zurückgedrängt und erst seit 1930 wieder aufgenommen. Das Ehepaar Dierkes beschäftigte sich seit Jahren mit der Haltung von Alpakas und besuchte Kurse, bevor sie 2014 mit drei Tieren ihre Zucht begannen.

Bild anzeigen

Mit Regenschirmen ausgerüstet besuchten die Beverunger die Tiere auf ihrer Weide mit Offenstall.

© Foto: privat

Gegenwärtig halten die Züchter 21 Tiere.

Bild anzeigen

Gabriela Dierkes informierte die Gruppe über die Zuchtziele.

© Foto: Siebrecht

Die Hengste werden getrennt von den Stuten gehalten. Alpakas tragen 8 Monate und gebären ihre Fohlen immer morgens oder am frühen Nachmittag. Die Neuweltkamelart bleibt ganzjährig auf der Weide. Ab 10 Grad plus fangen sie an zu schwitzen und werden daher im Frühjahr geschoren. Die Fasern, die die Züchter getrennt nach dem jeweiligen Tier in drei Qualitätsstufen ernten, werden in einer Wollmühle mit sieben hintereinander geschalteten Maschinen gesäubert. In der Zucht werden fein gewellte Fasern angestrebt, die einen Durchmesser unter 18 Mikrometern haben, also etwa so dünn wie ein Seidenfaden sind. Das entspricht etwa einem Viertel der Dicke eines menschlichen Haares. In ihrem Hofladen verkauft Familie Dierkes Wolle, Kissen, Filzeinlegesohlen und Alpaka-Keratinseife, die aus dem „Goldenen Vlies“ ihrer Tiere gewonnen wurden.

Bild anzeigen

In einer Stallhälfte servierte Familie Dierkes Kaffee und Kuchen und informierte über die Alpaka-Zucht.

© Foto: Siebrecht

Bilder & Videos

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder