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Machbarkeitsstudie zum Bang Starter Center

Neue Verwendung für Weyrather Schule?

Von Barbara Siebrecht
Wehrden – Wird es bald ein Berufsfindungs-Zentrum in der ehemaligen Weyrather Schule in Wehrden geben? Kürzlich wurde das Konzept vor Vertretern von Schulen und Unternehmern vor Ort vorgestellt.

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Sie warben für die Idee des StarterCenters: (v. l.) Bürgermeister Hubertus Grimm, Landrat Friedhelm Spieker, Bang-Geschäftsführer Markus Kamann und Projektmanager Christan Damm.

© Foto: Siebrecht

Eine Machbarkeitsstudie wird gegenwärtig von Mitarbeitern des Bildungsnetzwerkes „ Bang“ erarbeitet, das vom Kreis Höxter im Rahmen des Förderprogrammes „Land(auf)Schwung“ beauftragt wurde. Bang ist eine Abkürzung und steht für "Berufliches Ausbildungs Netzwerk im Gewerbebereich". Die Ergebnisse der Studie sollen im April 2019 vorliegen.
Die Machbarkeitsstudie entwickelt ein Konzept für ein Informationszentrum zur Berufswahl, das Berufe in sogenannten Berufewelten erlebbar macht. Schüler ab der 8. Klasse sollen hier nach einer Führung durch das Haus Berufe praktisch ausprobieren können. Dazu könnte zum Beispiel im Untergeschoss ein Restaurant mit Küche, Bar und Spülküche, Vorrat und Tischen aufgebaut werden. Berufe aus dem gastronomischen Bereich könnten hier an Projekten wie der Herstellung von Nudelteig oder dem Aufbauen eines Buffets erprobt werden. Die Teilnehmer sollen vorrangig praktisch orientierte Lehrberufe kennen lernen, für die die Unternehmen der Region dringend Nachwuchs suchen. Schülern soll mit dem StarterCenter die Berufswahl erleichtert und Berufschancen in Unternehmen der Region aufgezeigt werden.
Gedacht wird zunächst an Pflege- und Gartenberufe, Elektrotechnik-, Glas-, Kunststoff- und Holz- bis hin zu kaufmännischen und gastronomischen Berufen. Schüler, Umschüler, Berufsrückkehrer, Studienabbrecher oder Geflüchtete könnten hier einen Einblick in den Berufsalltag von bis zu 150 Berufen in 15 Berufewelten erhalten.
Geleitet würde das Bang StarterCenter von einem Techniker und einem Manager. Die Berufe würden von Mitarbeitern der beteiligten Unternehmen, wie Lehrlingen oder Ausbildungsleitern, den Teilnehmern vorgestellt. Je Berufewelt soll mit etwa 6 Unternehmen kooperiert werden, die sich anteilige an den Kosten beteiligen und Mitarbeiter abstellen. „Wir haben uns bisher nur auf den Kreis Höxter konzentriert und über 40 Unternehmen haben Interesse gezeigt sich zu beteiligen“, informierte des Bang-Geschäftsführer Markus Kamann. Das Konzept werde seit November 2017 in Delbrück mit 12 Unternehmen praktiziert und habe dort schon 2000 Teilnehmer erreicht, erläuterte der Geschäftsführer.
Die 1963 erbaute und seit 2015 nicht mehr genutzte Weyrather Schule in Wehrden kann auch per Bahn erreicht werden und eignet sich von den Räumlichkeiten und dem Außengelände für das Projekt.
Bei der Informationsveranstaltung für interessierte Firmen und Schulen sprach Bernd Bartels-Trautmann vom größten Ausbilder der Kreises, der Katholischen Hospitalsvereinigung dem Projekt große Chancen aus Unternehmersicht zu.

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