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Sanierung des Dalhauser Bades zu teuer

Neubau eines Hallenbades in Planung

Von Peter Vössing
Dalhausen – Eine bittere Pille musste jetzt die Dalhauser Bevölkerung in Bezug auf ihr Hallenbad schlucken. Eine Sanierung des 45 Jahre alten Bades an der Dalhauser Grundschule würde mindestens 2,5 Mio. Euro verschlingen und ist daher aus Sicht der Stadt und des Rates nicht mehr lohnenswert.

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Die Tage des Dalhauser Schwimmbades scheinen gezählt. Eine Sanierung ist nicht lohnenswert. 

© Foto: Vössing

Diese Hiobsbotschaft wurde jetzt bei der Sitzung des Rates der Stadt Beverungen bekannt gegeben. Im Auftrag der Stadt Beverungen war aufgrund erheblicher Schäden im Abdichtungssystem, im Beton, in den Wänden und im Dachstuhl das Osnabrücker Planungsbüro Rohling mit einer Begutachtung beauftragte worden. Man wollte sich eigentlich um Zuschüsse aus dem Sportförderungsprogramm des Landes NRW bemühen. Was dann die Diplom-Architektin Christina Seiters, die mit einem Experten der Schwimmbadtechnik, das Schwimmbad untersuchte, bei der Ratssitzung erläuterte, raubte den Sitzungsmitgliedern den Atem. Sie kam zu dem Schluss, dass eine Sanierung mindestens 2,5 Mio. Euro kosten würde und kaum lohnenswert sei.
In Beverungen steht deshalb jetzt der Neubau eines Bads auf der Agenda. Bürgermeister Hubertus Grimm erläuterte, dass nun schnelles Handeln angesagt sei, da die Sitzung die letzte in der Legislaturperiode gewesen war und erst im Dezember wieder getagt würde. Eine schnelle Entscheidung sei ratsam, da sonst die Fördergelder eines Programms des Bundes (90-prozentige Förderung, höchsten 3 Mio. Euro) sowie des Sportstättenförderprogramms des Landes zur Sanierung (2020 gibt es 100 Prozent und danach 90 Prozent Förderung oder höchstens 1,5 Millionen Euro) nicht genutzt werden könnten. Es geht für die Stadt Beverungen also um rund 4,5 Mio. Euro maximale Fördersumme. Das Planungsbüro Rohling soll die Kosten, die seitens der Stadt zu stemmen wären, jetzt ermitteln.
Das neue Hallenbad soll neben dem Freibad in Beverungen entstehen. Man möchte dabei die zu sanierenden Umkleideräume des Freibads, aus dem Landestopf gefördert, auch mit dem neuen Hallenbad nutzen. Bei einer maximalen Förderung durch den Bund könnte in dem neuen Bad ein ca. 25 Meter langes und 10 Meter breites Schwimmbecken entstehen. Es wird zurzeit geprüft, ob die nötige Technik von beiden Bädern gemeinsam genutzt werden könnte.
Bei den Dalhauser Ratsmitgliedern herrschte nach anfänglicher Schockstarre Einsicht darüber, dass eine Sanierung des Dalhauser Schwimmbades unrealistisch sei. Man war sich einig, die möglichen Fördergelder nicht verstreichen und somit die Kosten für ein neues Schwimmbad ermitteln zu lassen. Eine Arbeitsgemeinschaft mit Vertretern aller Fraktionen soll jetzt das Projekt begleiten.

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