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Ein geschichtlicher Rückblick auf diese Wasserbauwerke in Beverungen

Mühlengraben und Mühlengrabenwehr

Beverungen (brbs) - Der Mühlengraben wurde als Abzweig der Bever angelegt, um Wasser der Bever in die Stadt zu leiten. Vermutlich geschah dieses schon mit der Anlage der Siedlung.

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Das Mühlgrabenwehr wurde im Sommer 2020 abgerissen.

© Foto: Vössing

Eine erste schriftliche Überlieferung, die die Existenz des Mühlengrabens belegt, stammt aus dem Jahre 1332, als die neue Burg der Stadt mit einem Wassergraben versehen wurde, der sich aus dem Mühlengaben speiste. Gleichzeitig sollte der Mühlengraben auch zur Befestigung der Stadt dienen, als diese 1417 Stadtrechte erhielt und damit das Recht, eine Stadtmauer und einen Wassergraben zu errichten.
Der Mühlengraben floss oberirdisch durch die Lange Straße und die Mühlenstraße zur Weser. Bis 1932 wurde zudem ein Teil des Wassers durch die Burgstraße und die Weserstraße geleitet. 1936 wurde der Mühlengraben in der Lange Straße und 1954 in der Mühlenstraße verrohrt. Endgültig aus dem Straßenbild verschwand er Mitte der 1970er Jahre mit der Sanierung der Hersteller Straße. Seither fließt er ab der früheren Stadtmühle Ernst unterirdisch an der Hersteller Straße entlang und mündet an der dortigen Bever-Brücke wieder in die Bever.
In der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 1946 wurde der Mühlendamm, der den Mühlengraben von der Bever trennte, zerstört. Mit Hilfe von Holz aus der Weserbrücke wurde der Damm im Sommer 1946 repariert, aber am 17. März 1947 durch ein erneutes Hochwasser wieder zerstört. Der Rat der Stadt beschloss daraufhin, ein Bever- bzw. Mühlengrabenwehr zu errichten, das dann zügig umgesetzt wurde. Insbesondere die drei „Triebwerksbesitzer“ Fa. Vogt&Dr.Bering, Stadtmühle Ernst und Fa. Buddenberg hatten ein großes Interesse daran, dass der Mühlengraben wieder mit Wasser gefüllt wurde.
Im März 1981 kam es zu einer Überflutung in den Straßen Bevertrift und Jahnweg, da sich das Mühlengrabenwehr beim Hochwasser mit Baumstümpfen und anderen Pflanzen zugesetzt hatte. Mit dem Abriss des Mühlengraben- und des Simonsmühlenwehrs und dem Bau einer Sohlgleite 2020 erfährt die Geschichte des Mühlengrabens ein neues Kapitel.

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