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Aktionen gegen geplantes Atommülllager

Menschenkette mit Abstand

Beverungen – Die Gegner des geplanten Atommüll-Bereitstellungslagers lassen nicht locker. Mit gleich mehreren Aktionen wurde gegen das Mammut-Projekt in Würgassen demonstriert.

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Menschenkette in der Weserstraße. 

© Foto: Vössing

Die Grüne Jugend verteilte auf dem Beverunger Kellerplatz selbst gebastelte „Holz-Ws“ und parallel dazu reihten sich weit über 50 Menschen auf, um mit einer von der SPD organisierten Menschenkette die Ausmaße der geplanten Lagerhalle zu verdeutlichen. Die CDU bezog an einem Stand klar Stellung gegen das Zwischenlager.
Die Bürgerinitiative Atomfreies Dreiländereck hatte sich zudem direkt neben dem Stand der grünen Jugend postiert, um die Menschen über das geplante zentrale Bereitstellungslager (ZBL) für schwachen- und mittelstarken radioaktiven Müll in Würgassen zu informieren. Hier war auch der BI-Vorsitzende zu finden, der über das geplante Zwischenlager informierte. Er begrüßte die parallel stattfindenden Protestaktionen der Beverunger Parteien.
Jacqueline Grabosch hatte mit ihren Mitstreitern der Grünen Jugend drei Tage lang ca. 100 gelbe „Ws“ gebastelt. Diese fanden reißenden Absatz. Für die Protestsymbole, die in der Region immer größere Verbreiterung finden, wurde eine kleine Spende eingesammelt, die der Bürgerinitiative zugutekommen soll, da die ja im Moment teure Gegengutachten erstellen lässt.

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Gelbe „Holz-Ws“ wurden beim Wochenmarkt auf dem Kellerplatz verteilt. 

© Foto: Vössing


BI-Vorsitzender Dirk Wilhelm freute sich über den Einsatz der jungen Menschen für ihre Region. Aber auch die innerhalb weniger Tage organisierte Aktion der Beverunger SPD fand bei ihm Anerkennung. Die hatte dazu aufgerufen, eine Menschenkette mit den Ausmaßen des geplanten Bereitstellungslagers zu formieren. Nicht nur Parteimitglieder reihten sich in die Kette ein. Hier kamen auch die bereits erwähnten „Ws“ zum Einsatz. Sie wurden von den Demonstranten in Warnwesten in die Höhe gehalten.
Die Menschenkette reichte in der Weserstraße von Kreuzung Lange Straße bis zum AWO-Stübchen (ca.120 Meter und der in der Langen Straße entlang von der Kreuzung Weserstraße bis zur ehemaligen Kneipe Haxen-Rolli (ca. 320 Meter). Aufgrund der Corona-Regeln musste natürlich Abstand gehalten werden. Deshalb wurde zudem mit einem Trassierband, dass die Menschen in den Händen hielten, demonstriert.
Aufgrund der Betriebsamkeit an einem Freitagnachmittag wurden viele Menschen auf die Protestaktionen aufmerksam gemacht. Auch die CDU Beverungen hatte sich an ihrem Stand in der Weserstraße klar gegen das geplante Zwischenlager in Würgassen positioniert und dafür viel Zuspruch aus der Bevölkerung geerntet.

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