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Zwei Aufführungen am Gymnasium

Literaturkurse machen Theater

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Die Vorbereitungen für die Theaterstücke der beiden Literaturkurse der Abiturienten des Gymnasiums Beverungen waren intensiv und zeitaufwändig. Kurz vor den Osterferien und den danach anstehenden Abiturprüfungen wurden sie mit großem Erfolg vor Eltern, Lehrern und Freunden aufgeführt.

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Diana und Antonio Diabelli möchten diese Jahr die selbe, bestimmt, gleiche Party feiern wie im letzte Jahr.

© Foto: Siebrecht

Der Literaturkurs der Q2, den Lehrerin Jana Greve betreute, führte „The Lipstick Drama“ auf. Die irrwitzige Geschichte um drei Drag-Queens, die quer durch die Vereinigten Staaten reisen und in der Provinz stranden, war nach Inspiration durch einen Spielfilm selbst geschrieben und mit Situationskomik gespickt. Die Schüler und Schülerinnen hatten natürlich auch für passende Kostüme, Technik und Bühnenbild gesorgt. Das Publikum verfolgte gebannt die mal ernsten, mal romantischen und oft quietschkomischen Szenen und belohnte die Darsteller dieses schillernd bunten Schauspiels mit Botschaft mit begeistertem Applaus.

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Eine Szene aus „The Lipstick Drama“.

© Foto: privat

Der Literaturkurs, den Lehrer Thomas Buschmeier betreute, hatte auch ein selbst geschriebenes Stück konzipiert, das eine Idee des österreichischen Schriftstellers Gert Jonke aufgriff. Ein Paar möchte die „selbe, bestimmte, gleiche Party“ wie im letzten Jahr feiern. Sie laden die selben Gäste ein, die die selben Kleider und Frisuren tragen sollen und es wird der selbe Alkohol eingekauft. Über dem ganze Stückt schwebte die Frage, ob man das (in der Rückschau verklärte) Erlebnis wiederholen kann und sollte. Die Szenen verfolgen die Vorbereitung der Party und die Party selbst, die trotz aller Mühe nicht exakt so abläuft wie im Vorjahr. Die Schauspieler spielten souverän, mutig und nahezu fehlerfrei durch die teils urkomischen Szenen und nutzten aktuelle Jugendsprache. Erschreckend war die soziale Kälte im „Freundeskreis“ und der exzessive Alkoholkonsum der Gäste von denen nur zu hoffen ist, das sie nicht auf persönlichen Erfahrungen der Schüler beruhen. Abweichend zum Vorjahr endet das Stück mit dem Ertrinken eines Gastes im Pool.

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Die Fußballfans kaufen reichlich Alkohol für die Party ein.

© Foto: Siebrecht


Das Publikum fand die Szenen urkomisch. Running Gag war das Piepen der (Spielzeug)Registrierkasse, die beim Einkauf für die Party beim schwulen Ladenbesitzer gebraucht und durch das Publikum imitiert wurde. Die tolle kreative und schauspielerische Leistung des Literarturkurses wurde mit anhaltendem Applaus quittiert.

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