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35 Jahre „Jugend forscht“ am Gymnasium Beverungen

Leuchtturm der MINT-Förderung

Von Peter Vössing
Beverungen – Seit 35 Jahren ist das Beverunger Gymnasium dabei, wenn die jährlichen Projekte des Schülerwettbewerbs „Jugend forscht“ eingereicht werden. Seit 35 Jahren gehört die Beverunger Bildungseinrichtung zu den erfolgreichsten Schulen Nordrhein-Westfalens bei diesem.

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Ehrengäste: (v.l.) Nicole Ewers als Vertreterin der Stiftung „Jugend forscht“, der Schuldezernent Rolf-Viktor Siedenhans, Landrat Friedhelm Spieker, Bürgermeister Hubertus Grimm, Gerhard Lippert und Ehefrau Beate Lippert sowie Hans Barth.

© Foto: Vössing

Jetzt, wo der jahrelange Initiator Hans Barth seinen Hut nimmt und in den wohlverdienten Ruhestand geht, hat man seitens der Schulleitung dieses zum Anlass genommen, ausgiebig zu feiern. Schulleiter Karl-Günter Marquardt konnte im Rahmen einer Feierstunde eine große Anzahl an Gästen, darunter auch ehemalige Wettbewerbsteilnehmer begrüßen, um mit ihnen Rückblick auf die 35-jährige „Jugend forscht“-Geschichte des Gymnasium zu halten.
Er zog in seiner Ansprache Zwischenresümmee und erwähnte: „Wenn ich richtig gezählt habe, wurden in dieser Zeit 168 Arbeiten eingereicht, 320 Schülerinnen und Schüler haben sich daran beteiligt. Damit kann man sagen, Jugend forscht ist ein Leuchtturm der MINT-Förderung (MINT - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) an unserer Schule und leuchtet darüber hinaus.“

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Schuldezernent Rolf-Viktor Siedenhans interviewte die aktuelle Jugend forscht Teilnehmer Elena Kirch und Jost Menke.

© Foto: Vössing


Marquardt vergaß es nicht, die engagierten Lehrer zu erwähnen, die so großen Anteil an dieser Erfolgsstory hatten. „Da ist einmal Gerhard Lippert, der den Grundstein legte. Er war der Initiator für unser Jugend-forscht-Projekt. Und dann möchte ich noch unseren Kollegen Hans Barth hervorheben, der die Aufgaben sukzessive übernommen hat und jetzt über 30 Jahre unermüdlich Jahr für Jahr Schülerinnen und Schüler intensiv auf dem Weg zum Jugend-forscht-Wettbewerb begleitet hat.“
Übrigens, Hans Barth fungiert auch als Jugend-forscht Botschafter in NRW und wirbt für diesen Wettbewerb. Genauso wie dies ein anderer ehemaliger Schüler des Gymnasiums für das Land Berlin tut, nämlich Michael Böker. Dieser nahm ebenfalls an der Feierstunde teil.
Der Schulleiter hieß neben einigen ehemaligen Wettbewerbsteilnehmer auch die aktuellen Forscher willkommen und forderte seine Schülerinnen und Schüler dazu auf, die Chance zu nutzen und ebenfalls bei Jugend forscht mitzumachen.
Auch Landrat Friedhelm Spieker, ein begeisterter Verfechter der MINT-Förderung in den Schulen des Kreises, hatte es sich nicht nehmen lassen, zur Feierstunde zu kommen. „Sie haben Ihre Schule und unsere Bildungsregion im Kreis Höxter ganz hervorragend vertreten. Dafür danke ich ihnen herzlich“, lobte Spieker das große Engagement am Beverunger Gymnasium.
Bürgermeister Hubertus Grimm musste mit Bedauern gestehen, dass er als ehemaliger Schüler des Gymnasiums keine persönliche Erinnerung an die Gründerzeit der Jugend forscht-Wettbewerbe hat, weil er kein Naturwissenschaftler ist.

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StaunExperte Felix Homann bezog die Jugend forscht Beauftragten des Beverunger Gymnasiums, Gerhard Lippert und Hans Barth in seine Show mit ein.

© Foto: Vössing


Er stellte in seiner Rede heraus, dass die Schüler durch ihre Arbeiten einen konkreten Bezug zur Praxis erhielten. Eines der besten Beispiele sei das Waldprojekt des Gymnasiums. „In den vergangenen 20 Jahren sind hier über 10.000 Bäume auf 55.000 Quadratmeter gepflanzt worden. Über 800 Schülerinnen und Schüler waren hieran beteiligt. Das ist naturwissenschaftliche Praxis pur“, erläuterte Hubertus Grimm.
Als Vertreter der Bezirksregierung ergriff der Schuldezernent Rolf-Viktor Siedenhans das Wort und stellte heraus, wie wichtig der Jugend-forscht Wettbewerb in Hinblick auf die individuelle Förderung der Schüler sei.
Siedenhans führte dann mit den aktuellen Wettbewerbsteilnehmern Elena Kirch (Klasse 9a), die sich mit dem Thema „Ektoparasiten auf Fledermäusen“ befasst und mit Jost Menke (Klasse 9b), der das „Vorkommen der gemeinen Teichmuschel im Meinbrexener Baggersee“ erforscht ein Interview, um herauszufinden, was so faszinierend an dieser Forschungsarbeit ist, dass man viele Stunden seiner Freizeit dafür opfert.
Am Ende ergriff dann auch noch Nicole Ewers als Vertreterin der Stiftung „Jugend forscht“ das Wort und ging auf die Erfolgsgeschichte des Beverunger Wettbewerbs ein. Sie zählte dabei die Platzierungen der erfolgreichen Beverunger Schüler auf.
Hans Barth wird jetzt in den Ruhestand wechseln. Als Nachfolger stehen mit Lara Föst (Biologie, Mathe) und Daniel Nauendorf (Physik, Mathe) zwei engagierte junge Kollegen in den Startlöchern.
Während der Feierstunde sorgte das Schulorchester des Gymnasiums unter der Leitung von Michael Schuka für musikalische Unterhaltung. In zwei Showblöcken zeigte StaunExperte Felix Homann auf humorvolle Weise naturwissenschaftliche Phänomene. Übrigens, Felix Homann (Diplom-Physiker und Wissenschaftsentertainer) und Heinz Siemering (Sozialpädagoge und Zauberkünstler) traten vor einiger Zeit schon mit ihrer Show in der Beverunger Stadthalle auf.
Begleitet wurde die gesamte Veranstaltung durch eine Ausstellung aktueller und ehemaliger Wettbewerbsbeiträge, die einen Überblick gaben über die Vielfältigkeit der Forschungsprojekte der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Beverungen.

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