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Explosiver Fund bei Erdarbeiten in Amelunxen

Kontrollierte Sprengung der Panzerabwehrmine

Von Peter Vössing
Amelunxen - Aufregung in Amelunxen. Bei Erdarbeiten an seiner Scheune im Löhneweg entdeckte Reinhard Schlüter vom Traktor aus eine ca. 35 cm große Panzerabwehrmine aus dem 2. Weltkrieg. Schlüter alarmierte sofort die Polizei, die ihrerseits das Ordnungsamt der Stadt Beverungen über den Fund informierte.

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Michael Möser (l.) und Volker Lenz präsentierten nach geglückter Sprengung die Reste der Panzerabwehrmine.

© Foto: Vössing

Der stellvertretende Abteilungsleiter des Amtes für Schule, Ordnung und Soziales, Ralf Meibom, sorgte mithilfe der Polizei für die großräumige Absperrung des Areals rund um den Fundort der Mine am Radweg in Richtung Ottbergen und informierte den Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe.
Die Mitarbeiter der Abteilung waren schnell aus Hagen angereist und untersuchten die Tellermine. Schnell war klar, dass das explosive Objekt nur kontrolliert gesprengt werden konnte. Die Panzerabwehrmine wurde daraufhin mit Heuballen bedeckt und mit einer Sprengkapsel versehen. Die Bewohner in der näheren Umgebung wurden informiert und 4 Haushalte mussten ihr Haus für die Zeit der Sprengung verlassen. Die Polizei sperrte zudem die Ortsdurchgangsstraße. Die Löschgruppe war ebenfalls vor Ort, falls es zu einem Brand kommen sollte.
Bei der Sprengung der Mine war ein dumpfer Knall zu hören. Größere Schäden konnten durch das behutsame Vorgehen der Profis vom Kampfmittelbeseitigungsdienst vermieden werden. Mitarbeiter Volker Lenz präsentierte nach der Sprengung die Reste der Mine und erklärt: „Bei der Mine hat es sich um eine Panzerabwehrmine vom Typ T42 aus dem 2. Weltkrieg gehandelt. Aufgrund der Tatsache, dass solche Sprengsätze mit vorgespannten Zündern ausgestattet sind und aufgrund der Korrosionsschäden an der Mine war ein gefahrloser Abtransport nicht möglich und das Objekt musste deshalb vor Ort gesprengt werden“.

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Mit Heuballen wurde die Tellermine bei der Sprengung abgedeckt.

© Foto: Vössing


Nach der Sprengung wurden die Minenreste im Dienstfahrzeug verstaut. Am Standort in Hagen werden die restlichen Teile der Mine noch ausgebrannt und dann entsorgt.
Übrigens, die Tellermine aus dem Jahr 1942 wurde im 2. Weltkrieg verdeckt oder offen abgelegt und löste durch Druck auf die Druckplatte auf dem Deckel aus. Weitere Zugzünder in der Seite und im Boden der Mine sowie Entlastungszünder waren für die Wiederaufnahmesicherung verantwortlich. Zum Auslösen der Mine war ein Druck von 210 Kilogramm nötig.[
Ralf Meibom war nach der Aktion sehr zufrieden über den Ablauf der ungewöhnlichen Aktion. Er bedankte sich bei dem Kampfmittelbeseitigungsdienst, der Polizei sowie der Amelunxer Löschgruppe für den reibungslosen Einsatz.

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