Raddampfer zurück auf der Weser

Kaiser-Wilhelm-Jubiläumsfahrt

Von Barbara Siebrecht
Hameln/Höxter/Bad Karlshafen/Hannoversch Münden – Die Schiffspfeife und eine schwarze Rauchwolke kündigen das Kommen des Radampfers an. Seine Rückkehr auf die Weser nach über 50 Jahren, ist nicht nur für Nostalgiker eine große Freude.

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Der Raddampfer legte in Bad Karlshafen an.

© Foto: Siebrecht

Zuletzt war der Radampfer Kaiser-Wilhelm mit dem Baujahr 1900 im September 1970 auf der Weser zu seiner Linienfahrt auf der Strecke Hameln – Polle – Hameln unterwegs. Corona macht die Pläne zu seinem Besuch im Weserbergland nach 50 Jahren zunichte, aber in diesem Jahr hat es endlich geklappt. Der Dampfer ist heute im Besitz des Elb-Schifffahrtsmuseum in Lauenburg und steht unter Denkmalschutz. Die ehrenamtliche Besatzung unternimmt mit der Kaiser-Wilhelm Fahrten auf der Elbe, die auch von Fans aus dem Weserbergland gerne gebucht werden.
Der Raddampfer wird mit Steinkohle befeuert. Die beiden, seitlich im Mittelschiff angebrachten Schaufelräder treiben das Schiff voran. Schlot und Fahnenmast muss der Dampfer beim Unterfahren der Brücken herunterklappen. Im Jahr 2014 wurde der Raddampfer umfangreich und denkmalgerecht saniert, aber auch behutsam für heute Anforderungen an Sicherheit und Betrieb ertüchtigt, zum Beispiel mit einem Tank für Abwässer und feuerhemmenden Materialien. Die Fahrgäste erleben aber auch weiterhin eine Dampferfahrt wie vor 100 Jahren. Die Karten für die Fahrt mit dem Raddampfer auf der Weser waren schnell vergriffen und an den Ufern und Anlegestellen entlang der Weser wurde der Dampfer von vielen Menschen erwartet und freudig begrüßt. Zwei Wochen lang ist der Kaiser-Wilhelm auf der Weser unterwegs. Der Fahrplan und viele weitere Informationen zum Denkmal-Schiff sind auf www.raddampfer-kaiser-wilhelm.de veröffentlicht.