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Gemeinde investiert in Sicherheit

Halle und Fahrzeug übergeben

Von Barbara Siebrecht
Lauenförde – Seit kurzem steht das neue HLF 20 in der neu gebauten Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses Lauenförde und hat schon am zweiten Tag nach Überführung seinen ersten Einsatz gefahren. Das neue Fahrzeug ersetzt das LF8, das nach 33 Jahren, 1.500 Einsätzen und unzähligen Übungsabenden außer Dienst genommen wurde und nun in Afrika zur Brandbekämpfung eingesetzt wird.

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Gemeindedirektor Tino Wenkel, Gemeindebrandmeister Philipp Pedall, Samtgemeinde-Bürgermeister Uwe König, Ortsbrandmeister Olaf Groffmann, Andreas Apeldorn (Gebietsverkaufsleiter Fa. Rosenbauer) und Bürgermeister Werner Tyrasa bei der Übergabe.

© Foto: Siebrecht

Mit der Verabschiedung des Feuerwehrbedarfplanes hatten die Ratsmitglieder den Entschluss gefasst, mehr als eine Millionen Euro in Geräte und Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehr zu investieren. „Das ist viel Geld für eine Gemeinde mit weniger als 7.000 Einwohnern“, stellte Samtgemeindebürgermeister Uwe König klar und formulierte die Erwartungshaltung der Verwaltung an die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr und letztlich an alle Bürger, dass das Feuerlöschwesen funktioniert. Er forderte alle Kameraden der Ortsfeuerwehr auf, als Gemeinschaft und Feuerwehr der Samtgemeinde zusammenzuarbeiten. Herausforderung ist in der Samtgemeinde Boffzen wie in sehr vielen Gemeinden die Nachwuchsgewinnung und die Tagesverfügbarkeit der Feuerwehrkameraden und -kameradinnen. In Lauenförde wurden 180.000 Euro in den Hallenbau und Umbau des Feuerwehrgerätehaus aus den 50er Jahren und 380.000 Euro in das neue Fahrzeug investiert. König dankte den am Bau der Fahrzeughalle und der Umkleiden beteiligten Firmen und den Feuerwehrkameraden die sich ehrenamtlich mit Malerarbeiten an den Sanierungsarbeiten beteiligt hatten.
„Diese Investition ist kein neues Männerspielzeug sondern dient der Sicherheit aller“, betonte der Gemeindebrandmeister Philipp Pedall bei der feierlichen Übergabe im Feuerwehrgerätehaus. Er zog anschauliche Vergleiche zur Ausrüstung früher und heute und erläuterte, dass durch gesetzliche Vorgaben und den Fortschritt der Technik die Anforderungen an die Ausrüstung und die Feuerwehrleute gestiegen seien. „Im Feuerwehrgerätehaus wird heute mehr Datenvolumen als Kaltgetränk gebraucht“, veranschaulichte er und betonte, dass die Feuerwehrkameraden freiwillig Privates zurückstellten, Unangenehmes auf sich nehmen und ihre Gesundheit riskierten, um Leben und Gut ihrer Mitbürger zu retten. „Das machen wir für euch liebe Bürgerinnen und Bürger, ehrenamtlich“, sagte Pedall. „Wie eine Gemeinde mit ihrer Feuerwehr umgeht ist ein Gradmesser“, meint auch Ortsbrandmeister Olaf Groffmann und dankte Ratsvertretern, Verwaltung, dem Gemeindebrandmeister und dem Bauhofleiter für die Unterstützung. Nach der Übergabe der Schlüssel für Fahrzeug und Halle konnte die Ausstattung des Fahrzeugs von Feuerwehrkameraden und Gästen begutachtete werden.

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