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Andrew Lloyd Webber-Melodien

Große Gala, große Emotionen

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Vor nahezu ausverkauftem Haus präsentierten die Musiker, Tänzer und Sänger des Ensembles weltbekannte Melodien aus den Musicals von Andrew Lloyd Webber. Vertonte und tänzerisch dargestellte Emotionen wie Liebe und Hass, Hoffnung, Sehnsucht, Verlangen und Bewunderung waren das Thema der Musical Gala.

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Die zehn Musicaldarsteller standen teilweise gleichzeitig auf der Bühne.

© Foto: Siebrecht

Durch den Abend führte charmant und in nahezu akzentfreiem Deutsch der aus New Orleans stammende Tenor Tyrone Chambers. Bekannte und weniger bekannte Lieder aus den Musicals Sunset Bouleward, Evita, Cats, Phantom der Oper, Jesus Christ Superstar, Starlight Express und anderen erklangen zur Musik des dreizehnköpfigen „West End Musical Orchestra“ unter der Leitung von Piotr Oleksiak. Wer zu den Musicals passende Kostüme erwartete hatte, wurde enttäuscht. Das Phantom sang ohne Maske, die Katzen priesen den Kater Macavity ohne Katzenschwanz oder Ohren und auch bei den Songs aus „Starlight Express“ erinnerte nichts an die auf Rollschuhen rasenden Loks. Die Sänger und Tänzer traten überwiegend in glamouröser Abendgarderobe auf und sangen die Lieder mit dem englischen Text. Die Kulissen der Musicals wurden mit aufwendiger Lichttechnik und Videoprojektionen angedeutet.

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Tyrone Chambers sang „musik of the night“ aus Phantom der Oper.

© Foto: Siebrecht


Der Fokus lag auf dem sängerischen und tänzerischen Ausdruck der Musical-Darsteller. Wenn Stephanie Mcconville als Evita „Dont cry for me Argentina“ zelebrierte oder Anouk Mila von Laake als Christine aus „Phantom der Oper“ höchste Höhen sicher und kraftvoll erklomm, hing das Publikum gebannt an ihren Lippen. Soloauftritte wechselten genauso wie die schimmernden Kostüme in rasanter Folge mit Tanzeinlagen und Gesang. Auch die männlichen Solo-Sänger, Jack Slatter, Chris Killik und Tyrone Chambers begeisterten das Publikum.

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Glamouröse Garderobe und ergreifende Melodien.

© Foto: Siebrecht


Die Choreographien waren eine Augenweide unter anderem mit Tango Argentino, Hebefiguren und Formationen. Das Beverunger Publikum ließ sich mitreißen und sogar zu unpassendem Szenenapplaus mitten in den dramatischen Pausen vor dem Schlussakkorde hinreißen. Als nach gut 120 Minuten ganz großer Show der letzte Ton verklang, applaudierte die Zuschauer begeistert und entließ die Künstler erst nach einer Zugabe. Wieder einmal war es der Kulturgemeinschaft gelungen, eine große, glamouröse Show auf die Bühne der Stadthalle zu holen und Broadway-Glanz ins ländliche Westfalen zu bringen.

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