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Empfang der Schornsteinfegermeister

Glücksbringer in Schwarz

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Mit zwölf Zylindern und 120 glücksbringenden, schimmernden Goldknöpfen an den Jacken sendeten die Schornsteinfegermeister von Beverungen aus ihre Neujahrsgrüße an die Bevölkerung. Der Kreisvorsitzende Dietmar Weber wünschte allen Gesundheit, Glück, Erfolg und vor allem Frieden im neuen Jahr 2020.

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Die Schornsteinfegermeister wurden in Beverungen von Bürgermeister Hubertus Grimm, dem Bundestagsabgeordneter Christian Haase, Stephan Stromberg, dem zuständiger Sachbearbeiter beim Kreis Höxter, sowie Landrat Friedhelm Spieker empfangen. Den Glücksklee hält der Kreisvorsitzende Dietmar Weber.

© Foto: Siebrecht

Der Schornsteinfeger gilt seit dem Mittelalter als Glücksbringer, da er mit dem Kehren der Schornsteine verhinderte, dass Rußschichten brennen konnten und es bei den meist aus Holz und Lehm gebauten Häusern mit strohgedeckten Dächern zu Brandkatastrophen kam, die nicht selten ganze Stadtviertel vernichteten. Auch heute noch wachen die Schornsteinfeger über die Feuerstellen im Haus und sind Partner der Hausbesitzer für vorbeugenden Brandschutz, sicheren Betrieb der Anlagen und Umweltschutz durch Schadstoffminimierung.

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Die Schornsteinfegermeister wurden in Beverungen von Bürgermeister Hubertus Grimm, dem Bundestagsabgeordneter Christian Haase, Stephan Stromberg, dem zuständiger Sachbearbeiter beim Kreis Höxter, sowie Landrat Friedhelm Spieker empfangen.

© Foto: Siebrecht


„Der Schornsteinfeger ist der einzige Beruf, der als Glücksbringen sogar auf Postkarten abgebildet wird“, darauf machte Landrat Friedhelm Spieker aufmerksam, der zum letzten Mal in seiner Amtszeit am Neujahrsgruß der Schornsteinfeger teilnahm. Seit 15 Jahren treffen sich die Schornsteinfegermeister zu Neujahr abwechselnd in den 10 Städten des Kreises und waren 2010 zuletzt in Beverungen. Damals wurde sie von Bürgermeister Christian Haase empfangen, der heute als Bundestagsabgeordneter auch dabei war. Gastgeber war Bürgermeister Hubertus Grimm der sich begeistert zeigte. „Was gibt Schöneres in einem [Komunal-]Wahljahr, als, Schornsteinfeger zu begrüßen und damit Glück in Empfang zu nehmen?“ sagte er, erzählte den Schornsteinfegern, die zum Teil ihre Ehefrauen und „besseren Hälften“ mitgebracht hatten von der Geschichte der Stadt Beverungen und zeigte den Image-Film.
Der Kreisvorsitzende der Schornsteinfeger gab einen Überblick über die Situation der Handwerksmeister im Kreis. Sechzehn selbständige Schornsteinfegerbetriebe gibt es im Kreis, die meist je einen Mitarbeiter beschäftigen. In diesem Jahr werden zwei Lehrlinge im Kreis ausgebildet, für das nächste Jahr haben sich zwei weibliche Lehrlinge beworben. „Damit sind in der Männerdomäne auch die Frauen angekommen“, sagte Weber und betonte auch die Bedeutung der Partnerinnen der selbständigen Schornsteinfeger als große Stütze der Betriebe. Geeignete Auszubildende zu finden, die technisches Verständnis hätten und auch vor schmutzigen Händen nicht zurückschreckten, sei nicht einfach, betonte der Kreisvorsitzende. Er dankte Alexander Stromberg, dem bei Kreis zuständigen Sachbearbeiter für die gute Zusammenarbeit auch bei unschönen Maßnahmen wie den etwa sechs bis zehn Zwangsvornahmen im Jahr.

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