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Kreis und vier Städte erschließen Schul- und Gewerbestandorte

Glasfasernetz für Schulen und Unternehmen

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(von rechts): Steinheims Bürgermeister und Sprecher der Bürgermeister, Carsten Torke, Landrat Michael Stickeln, sewikom-Geschäftsführer Kai-Timo Wilke, Fördermittelberater des Bundes, Jeremy Ockenfels (ateneKOM), sewikom-Mitarbeiter (zuständig für den Vertrieb), Sebastian Groppe, Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen der Stadt Willebadessen, Markus Blaschek, Gigabit-Koordinator des Kreises Höxter, Jan Timmermann, Baudezernentin der Stadt Höxter, Claudia Koch, Leiter des Schulamtes der Stadt Beverungen, Frank Filmar, sewikom-Geschäftsführer Thomas Wiesemann, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, Michael Stolte, und der bei der Bezirksregierung Detmold zuständige Dezernatsleiter, Josef Wegener.

© Foto: Kreis Höxter

Kreis Höxter (wrs) - Der Gigabitausbau im Kreis Höxter wird mit Hochdruck fortgesetzt. Weitere sieben Gewerbe- und Industriegebiete sowie acht Schulstandorte in den Städten Beverungen, Höxter, Steinheim und Willebadessen werden in den kommenden zwölf Monaten mit Fördermitteln von Bund und Land mit einer gigabitfähigen Glasfaserinfrastruktur erschlossen.
Nach einer intensiven Phase der Vorbereitung, Planung, Ausschreibung und der Antragstellung für die notwendige Förderung ist es nun so weit. Die Investitionen in den Ausbau betragen insgesamt rund 2,2 Millionen Euro. Davon werden 50 Prozent vom Bund und 40 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die vier Städte beteiligen sich mit einem Eigenanteil in Höhe von gemeinsam insgesamt 10 Prozent an dem Ausbauprojekt.
„Ein Hochgeschwindigkeitsnetz ist ein existentiell bedeutsamer Standortfaktor für Bildung und Wirtschaft im ländlichen Raum. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir heute gemeinsam das Startsignal für dieses wichtige Etappenziel beim flächendeckenden Gigabitausbaus im Kreis Höxter geben. Das bringt uns einen Riesenschritt nach vorn“, sagte Landrat Michael Stickeln beim Auftakt des zukunftsweisenden Infrastrukturprojekts. Damit würden derzeit noch bestehende Versorgungslücken im Bereich der Bildungs- und Gewerbestandorte geschlossen. Nach dem erfolgreichen Ausbau könnten dann alle Schulen und Wirtschaftsunternehmen in den Gewerbegebieten im Kreis Höxter auf hochleistungsfähige Gigabitanschlüsse zugreifen.
Gemeinsam mit dem Sprecher der Bürgermeister, Steinheims Bürgermeister Carsten Torke, dem zuständigen Dezernatsleiter der Bezirksregierung Detmold, Josef Wegener, dem Fördermittelberater des Bundes, Jeremy Ockenfels, dem Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, Michael Stolte, dem Gigabit-Koordinator des Kreises Höxter, Jan Timmermann, dem Leiter des Schulamtes der Stadt Beverungen, Frank Filmar, der Baudezernentin der Stadt Höxter, Claudia Koch, dem Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen der Stadt Willebadessen, Markus Blaschek, sowie dem Geschäftsführer des ausführenden Unternehmens sewikom GmbH aus Beverungen, Kai-Timo Wilke, setzte Landrat Michael Stickeln im Gewerbegebiet „Pfennigbreite“ symbolisch den ersten Spatenstich.
„Dieses Gemeinschaftsprojekt steht beispielhaft für die gute Zusammenarbeit der kommunalen Familie mit den Akteuren in der Region“, dankte der Landrat allen Beteiligten für die gute Kooperation bei diesem wegweisenden Infrastrukturprojekt. Ebenso dankte er den Fördermittelgebern von Bund und Land.
Auch der Sprecher der Bürgermeister, Steinheims Bürgermeister Carsten Torke, nannte das Vorhaben ein Paradebeispiel für die interkommunale Zusammenarbeit im Kreis Höxter. Die Breitbandbeauftragten der Städte könnten sich beim Kreis Höxter und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung auf kompetente und engagierte Ansprechpartner verlassen. Auch unterstrich er, wie notwendig der Gigabitausbau sei. „Die Corona-Pandemie hat uns sehr deutlich vor Augen geführt, wie wichtig ein schnelles Datennetz ist“, verwies Carsten Torke auf die aktuelle Dynamik des tiefgreifenden Wandels durch die zunehmende Digitalisierung in allen Lebensbereichen. Das Arbeiten im Homeoffice und das Lernen im Distanzunterricht habe während der Pandemie an Bedeutung gewonnen und setze schnelles Internet voraus.
Den Zuschlag beim europaweiten Ausschreibungsverfahren erhielt das Unternehmen sewikom GmbH aus Beverungen. Der heimische Internet-Dienstleister wurde beauftragt, insgesamt 236 unterversorgte Adresspunkte an Schul- und Gewerbestandorten gigabitfähig auszubauen. Sobald der Ausbau 2023 abgeschlossen sein wird, stehen Gewerbebetrieben und Schulen in den vier beteiligten Städten eine Glasfaserleitung direkt im Haus mit mindestens 1 Gbit/s beim Up- und Download zur Verfügung. Denn das Unternehmen sewikom realisiert den Ausbau mit sogenannten FTTB-Anschlüssen. Diese Abkürzung steht für "Fibre to the Building". Das bedeutet, dass die Glasfaserleitung nicht an einem Verteilerkasten außerhalb des Gebäudes endet, sondern direkt bis in das Gebäude des Kunden verlegt wird.
„Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit mit dem Kreis Höxter und den beteiligten Städten in diesem Ausbauprojekt. Bietet es doch die Chance, einen weiteren Baustein für leistungsfähige Gigabitnetze im Kreis Höxter für Unternehmen und Schulen zur Verfügung zu stellen“, sagte sewikom-Geschäftsführer Kai-Timo Wilke. Gemeinsames Ziel sei die Fertigstellung der neuen Glasfaserausbaustufe innerhalb von zwölf Monaten.
Wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Ausbau des Glasfasernetzes in den Gewerbegebieten ist die aktive Beteiligung der Unternehmen, die von dem Hochgeschwindigkeitsnetz profitieren. „Wir werden die Unternehmen in den Gewerbegebieten direkt kontaktieren, um individuelle Ausbaumöglichkeiten auf den Grundstücken vor Ort und im Gebäude auszuarbeiten“, erläuterte sewikom-Geschäftsführer Kai-Timo Wilke.
Erfreulich für Unternehmen und Schulen ist, dass die Kosten für die notwendigen Bauarbeiten auf dem Grundstück und die technischen Installationen in den Gebäuden mit Fördermitteln von Bund und Land finanziert werden. Hierfür benötigt die sewikom von den Eigentümern der Grundstücke eine Erklärung, dass die erforderlichen Bauarbeiten für die Verlegung der Anschlüsse am und im Haus durchgeführt werden dürfen. „Ohne diese schriftliche Erlaubnis können wir mit dem geförderten Ausbau auf der der betreffenden Liegenschaft nicht starten“, so Wilke. Sollte ein Eigentümer nach Ablauf der Förderung doch einen Anschluss verlegen lassen wollen, muss er die Kosten dann selbst tragen.
Nach Abschluss der Arbeiten sind im Kreis Höxter durch eigenwirtschaftliche und geförderte Baumaßnahmen alle Schulstandorte und Gewerbe- und Industriegebiete mit Glasfaser erschlossen. Somit hat jeder Standort in den jeweiligen Gebieten die Möglichkeit, sich für die Zukunft gigabitfähig aufzustellen.

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