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Ehemalige Weyrather Schule hat neue Besitzer

Gebäude wird Zentrum für Meditation und Qigong

Von Peter Vössing
Wehrden – 5 Jahre lang hat das Schulgebäude der ehemaligen Weyrather Schule in Wehrden leergestanden. Jetzt ist die Nachnutzung gesichert. Noch im September wollen die neuen Besitzer Dr. Jochen Schulz (44) und Sandra Martin (47) aus Göttingen den Kaufvertrag unterschreiben.

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Bürgermeister Hubertus Grimm (r.) und Bezirksausschussvorsitzender Günter Weskamp (l.) stellten mit Sandra Martin und Dr. Jochen Schulz die neuen Besitzer des Gebäudekomplexes der ehemaligen Weyrather Schule vor. 

© Foto: Vössing

Die beiden wollen dort ihren Traum von einem Zentrum für Meditation und Qigong (eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist) verwirklichen. Dr. Jochen Schulz ist Doktor für numerische und angewandte Mathematik an der Georg-August-Universität in Göttingen. Er behauptet von sich selbst, dass zwei unterschiedliche Anteile in ihm wohnen: Zum einen ein sehr rationaler in seiner hauptberuflichen Tätigkeit in der Computer-Administration, Lehre und Forschung am Institut für numerische und angewandte Mathematik der Georg-August-Universität Göttingen und eine sehr feinfühlige in der Begeisterung für einen Weg Körper, Geist und Seele zu entdecken, in Balance und Einheit zu bringen.
Seine Partnerin Sandra Martin ist ebenfalls Qigong- und Meditationstrainerin sowie Tanzlehrerin.
Über den Wehrdener Karatemeister Michael Hösterey waren die beiden „Neu-Wehrdener“ auf das Gebäude mit seinem ca. 4500 Quadratmeter großen Areal aufmerksam geworden.
„Wir finden hier sehr gute Voraussetzungen und das, ohne große Veränderungen im Gebäude vornehmen zu müssen“, erklärte Schulz. In der oberen Etage wollen die Beiden jedoch etwas größere Veränderungen vornehmen und eine Wohnung einrichten, um dort einziehen zu können.
Nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags wollen die beiden mit den Arbeiten beginnen. Die große Asphaltdecke des Schulhofs muss weichen, damit dort ein Garten entstehen kann und im Bereich des ehemaligen Lehrerzimmers soll ein Café mit Außenterrasse entstehen. Bereits im Frühjahr 2021 sollen in den ehemaligen Klassenräumen, die natürlich noch entsprechen durchgestylt werden müssen, die ersten Kurse stattfinden. Man will vom Wehrdener Bahnhaltepunkt profitieren. Zum Einen können die beiden in der ersten Zeit von dort zu ihren Arbeitsplätzen pendeln und zum Anderen erleichtert es den Gästen des neuen Zentrums für Meditation und Qigong, die aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet werden, die Anreise.
„Von daoistischer Philosophie inspiriert und geleitet soll ein Ort entstehen, der den Menschen auf allen Ebenen des Körpers, Geistes und der Seele Heilung, Glückseligkeit und Entwicklungspotenzial bietet“, erklärt Dr. Jochen Schulz.
Einen Namen für ihr Projekt haben die Beiden noch nicht. Das Gebäude nennen sie aber schon „Haus WeHrden. Es ist geplant, dass neben Schulz und Martin dort auch andere Lehrer auf ihrem Gebiet Kurse geben können und bietet Kooperationen mit Dritten an, die sich beispielweise mit Wildnispädagogik, Osteopathie, Kunsttherapie, Ernährung, Handwerk etc. befassen
„Es ist geplant, dass nach den Umbaumaßnahmen und der Vorbereitung ein Eröffnungsfest für die ganze Familie veranstaltet wird. Der Termin wird noch bekannt gegeben. Alle Interessierten sind gerne eingeladen an der Entstehung teilzuhaben, welche regelmäßig in Wort und Bild im Blog der Webseite https://daoist-artistry.de zu verfolgen ist. Insbesondere werden auch noch engagierte Mitwirkende gesucht“, erklärt Schulz weiter.
Bürgermeister Hubertus Grimm ist froh, dass nach zwei misslungenen Anläufen (Seniorenresidenz, Schulungszentrum für Azubis) ein Käufer für den Gebäudekomplex für einen angemessenen Preis gefunden werden konnte. „Das Gebäude hat jetzt 5 Jahre leer gestanden. Jetzt haben wir noch rechtzeitig die Nachnutzung sicherstellen können“, freut sich Grimm.
Auch der Bezirksausschussvorsitzende Günter Weskamp ist zufrieden, dass das Haus wieder mit Leben gefüllt wird. „Es ist bestimmt eine Belebung für unseren Ort“, erklärte Weskamp und überreichte zur Begrüßung eine Fahne mit Wappen der Ortschaft Wehrden.
Grimm und Weskamp betonten, dass die weitere Nutzung der Turnhalle und des Versammlungsraumes vom Verkauf der Schule nicht beeinflusst werde. Auch die Parkplätze an der Turnhalle bleiben weiterhin erhalten.

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