Ensemble Phönix spielte „Fundevogel“

Freundschaft ist die Rettung!

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Auf Einladung der Kulturgemeinschaft brachte das Ensemble des Kölner Theaters in der Stadthalle das weniger bekannte Grimm-Märchen Fundevogel auf die Bühne. Die etwa 300 Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Beverungen von beiden Standorten verfolgten gespannt, wie Lehnchen und ihr Freund der Gefahr entgehen und ließen sich von dem kindgerechten Spiel und den eingängigen Liedern mit einfachen Text des Musicals begeistern.

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Lenchen und Fundevogel wissen nicht weiter.

© Foto: Siebrecht

Der Förster findet im Wald ein verlassenes Kind auf einem Baum, das sich für einen Vogel hält und bringt es als Spielgefährten für seine einsame Tochter Lehnchen mit nach Hause. Die beiden Kinder werden schnell innige Freude aber die Köchin plant mit Hilfe des Knechts Fundevogel zu kochen und zu verspeisen. Kinderbuchautor Andreas Hauffe und Komponist Marius Janßen war es gelungen, aus den wenigen Zeilen des Grimmschen Märchen und dem grausigen Plot ein Theaterstück zu machen, das die Kinder begeisterte. Henning Neidhard begleitet den Gesang in Beverungen am Piano.
Bettina Montazem als Köchin und Richard Bargel als Knecht verkörperten in diesem Märchen das Böse, das mit den Kindern im Haus wohnt. Der liebevolle Vater, der Förster (ebenfalls verkörpert von Richard Bargels) ist oft tagsüber nicht zu Hause und die Tochter der Obhut der Köchin überlassen. Diese jedoch ist böse und hat Zauberkräfte. Sie erzählt Lehnchen (Josephine Wirtssohn) unter dem Siegel der Verschwiegenheit von ihrem Plan den Fundevogel (Benjamin Werner) zu kochen und macht sie damit zur Mitwisserin an ihrem grausigen Plan. Wie auch bei sexuellem oder emotionalen Missbrauch ist Lehnchen durch Drohungen und Hausgemeinschaft an die Täterin gebunden. Das Mädchen schafft es jedoch, durch die gemeinsame Flucht mit Fundevogel den Freund zu retten. Ihre Zauberkräfte helfen dabei sich in einen Rosenstrauch mit Rosenknospe oder schließlich einen Teich mit Ente zu verwandeln und so zu verstecken. Als die Köchin versucht, sich Fundevogel als See durch Austrinken einzuverleiben, stirbt sie und die Kinder sind gerettet.
Die innige Freundschaft und das Versprechen „ Verlässt du mich nicht, verlass ich dich nicht! Nie und Nimmermehr!“, hat mich schon immer berührt, berichtete Theaterleiterin Bettina Montazem , „Fundevogel ist mein Lieblingsmärchen und im Märchen geht es ja immer gut aus.“