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List bei Rathaussturm wurde durchschaut

Erste Rund ging an den Bürgermeister

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Zwar ist das Stadtsäckel fast leer, doch kampflos wollte Bürgermeister Hubertus Grimm das Rathaus nicht an die wilde Horde der Narren übergeben. Die Befestigungsanlagen standen wieder bereit, und waren mit den Landsern der Stadt bemannt, als die Narren mit der Konfettikanone anrückten.

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Die List mit dem „Trojanischen Pferd“ hatte der Bürgermeister gleich durchschaut und lockte es mit Zuckerzeug.

© Die List mit dem „Trojanischen Pferd“ hatte der Bürgermeister gl

Vor Papierschnipsel aus der Kanone hatten die Verteidiger ebenso wenig Angst wie vor den Mädchen der Prinzengarde, die noch vor den eigentlichen Kampfhandlungen den Rammbock einsetzten. Da griffen die blau weißen Narren zur List und rückten mit einem hölzernen Pferd an, das in seinem Innern mit Kämpfern der -Blau-Weißen Garde bemannt war.

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Zu Beginn lacht Bürgermeister Hubertus Grimm noch zuversichtlich und hielt den Schlüssel fest in der Hand.

© Foto: Siebrecht


Der kluge Bürgermeister erkannte den Schwindel sofort, den schon Odysseus beim Kampf um Troja angewendet hatte und verhöhnte die Angreifer von den Zinnen der Spanplattenburg, während Bürgermeister Werner Tyrasa das „Pferdchen“ mit Kamelle anlockte. So wurde doch wieder rohe Gewalt mit Männern am Rammbock angewendet. Kinderleicht war die Eroberung aber nicht, hielten doch die Landser den Widderkopf zwischen den Torflügeln gefangen. Das Gezerre hielt eine Weile an aber dann sprengte die Kraft der Blau-Weißen Gardisten doch die Tore der Befestigung.

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Die Stadtsoldaten hielten den Widderkopf eine Zeit lang gefangen zwischen den Torflügeln.

© Foto: Siebrecht


Letztlich musst der Bürgermeister wieder einmal klein beigeben und seinen Rathausschlüssel dem Sitzungspräsidenten übergeben. Das Prinzenpaar verkündete in seiner Rede vollmundig noch die geplanten Steuersenkungen, die sie zur Entlastung der Bürger geplant hätten. In ihrer kurzen Regierungszeit bis Aschermittwoch wird dies sicher nicht spürbar umzusetzen sein.

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Auch diese Mal wurde der Rathausschlüssel wieder an die närrischen Eroberer überbeben.

© Foto: Siebrecht

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