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50 Jahre Beverungen

Erste Bürgerin der Großgemeinde

Von Barbara Siebrecht
Beverungen - Die Stadt Beverungen feiert im Jahr 2020 ihr 50-jähriges Bestehen in der heutigen Form. Durch die kommunale Neugliederung ist die Großgemeinde Stadt Beverungen mit 12 Ortschaften entstanden. Mit der Eintragung der ersten Bürgerin in das Goldene Buch der Stadt soll an diese Neugründung vor 50 Jahren erinnert werden.

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Lydia Schöttler durfte sich ins goldene Buch der Stadt Beverungen eintragen.

© Foto: Siebrecht

Lydia Schöttler wurde am 1. Januar 1970 in Helmarshausen geboren und war die erste Neugeborene der neuen Großgemeinde Stadt Beverungen. Die heute in Lauenförde lebende Frau, die in Würgassen aufwuchs und lange in Beverungen wohnte, wurde von Bürgermeister Hubertus Grimm eingeladen, sich ins Goldene Buch der Stadt Beverungen einzutragen und damit an das Ereignis der Bildung der Großgemeinde zu erinnern. Zum Akt der Unterschrift wurde sie von ihrem Lebensgefährten Robert Risse und ihrer Mutter Waltraut Schöttler begleitet. Waltraut Schöttler erzählte: „Wir hatten mit Freunden bei uns bis zwei Uhr nachts Sylvester gefeiert. Das Baby war für den 18. Januar angekündigt aber ich merkte, dass ich los musste. Da mein Mann das Bein in Gips hatte, fuhr mich mein Schwager um 7 Uhr ins Krankenhaus und um 10.30 Uhr war Lydia da.“ Die neu geformte Stadt Beverungen grüßte ihre neuen Bürgerin damals mit einer vom kommissarischen Bürgermeister Hans Hillebrand unterschriebenen Grußkarte und dem Betrag von 100 Mark, den ihre Mutter auf das Sparbuch des Kindes einzahlte.
Der Zusammenschluss der im Amt Beverungen gemeinsam verwalteten Orte geschah damals auf freiwilliger Basis und war in der Bevölkerung nicht unumstritten. „Tausend Jahre war wir frei, jetzt sind wir Beverungen 2“ spotteten Kritiker und befürchteten eine Benachteiligung ihrer Ortschaft. „Aus meiner Sicht hat sich der Zusammenschluss bewährt“, sagte Bürgermeister Hubertus Grimm bei der Eintragung ins goldene Buch und merkte an, dass sich der Rat der Stadt möglichst aus Vertretern aller Ortsteile zusammensetzten soll. Beim Zusammenschluss wurde Bruchhausen, das mit zum Amt Beverungen gehörte, der Stadt Höxter zugeordnet. Die Gebietsreform, auch kommunale Neugliederung genannt, hatte das Ziel die Verwaltungskraft der Kreise und Gemeinden zu stärken, indem größere Einheiten geschaffen wurden. Das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Höxter vom 2. Dezember 1969 regelt die Neugliederung der Gemeinden des damaligen Kreises Höxter. Das Gesetz trat am 1. Januar 1970 in Kraft.

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