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Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege

Ein Preis für die Burg Herstelle

Von Barbara Siebrecht
Düsseldorf/Herstelle - Neun Denkmaleigentümer und 37 Handwerker aus Nordrhein-Westfalen wurden mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet. Mit einem von zwei ersten Preisen wurde die Burg Herstelle (erbaut im 18. Jahrhundert) bedacht. Der zweite 1. Preis ging an das Wohn-und Bürohaus Deilmann in Münster, einem bedeutenden Architektenbau von 1957. Die Festrede bei der Preisverleihung in Düsseldorf in der Halle am Wasserturm hielt Ministerpräsident Armin Laschet. Der Preis soll einerseits, das Handwerk auf das lohnende Arbeitsfeld Denkmalpflege aufmerksam machen, andererseits private Denkmaleigentümer motivieren, handwerkliche Qualität und Leistung einzufordern.

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Petra Sporbeck-Hörning, Prof. Dr. Dr. Martin Hörning und Ministerpräsident Armin Laschet bei der Feierstunde.

© Foto: WHKT

Der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks gestiftete Preis wird jährlich in zwei Bundesländern an private Eigentümer verliehen, die bei der Bewahrung ihres Denkmals in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk Herausragendes geleistet haben.

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Deckenbemalung in der Kapelle im Amtshaus.

© Foto: Siebrecht

In der Begründung der Jury für die Preisvergabe an die Burg Herstelle heißt es: „Als neue Eigentümer begannen Petra Sporbeck-Hörning und Martin Hörning ab 2010 die schrittweise Renovierung des Gebäudes, das sich als sehr marode herausstellte. Mit langem Atem und der behutsamen Wiederherstellung der originalen Substanz mit all ihren Gebrauchsspuren sowie vorsichtigen Ergänzungen für moderne Nutzungsanforderungen ist eine vorbildliche denkmalpflegerische Maßnahme entstanden. Die vertrauensvolle und anregende Zusammenarbeit von Eigentümer, Denkmalpflege und Handwerkern lässt sich in allen Bereichen erkennen.“

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Treppenhaus im Turm.

© Foto: privat


Die an den Restaurierungsmaßnahmen beteiligten Handwerksbetriebe werden mit Ehrenurkunden ausgezeichnet. Preisträger neben den Eigentümern, Petra Sporbeck-Hörning und Prof. Dr. Dr. Martin Hörning und den Architekten der Baumaßnahme Klaus und Brigitte Fauerbach aus Welda sind die Handwerksbetriebe: Dachecker Josef Müller aus Nieheim, Zimmermann und Restaurator Dirk Marx aus Beverungen, das Wachenfeld Natursteinwerk aus Volkmarsen-Külte, die Tischlerei Helmut Dewenter aus Beverungen, Tischler und Fensterbauer Burkhard Ulrich aus Brakel-Bellersen, Maler und Lackierer ars colendi auf Paderborn, der Gerüstbauer Willi Nolte aus Borgentreich und der Metallbauer Christian Frewer (Kronenberg Stahl- &Metallbau) aus Herstelle.

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Bei der Preisverleihung.

© Foto: WHKT


Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte, private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzte sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Insgesamt konnte die Deutsch Stiftung Denkmalschutz dank 200.000 Förderern und Spendern bereits 5.000 Projekte in ganz Deutschland mit einer halben Milliarde Euro unterstützen. Auch in die Sanierung der Burg Herstelle sind Fördergelder der Deutsche Stiftung Denkmalschutz geflossen. 

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