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Beverunger Gymnasium richtete Russischolympiade aus

Ein Fest für eine Sprache

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Schülergruppen strebten zur Anmeldung ins Foyer, das mit hölzernen Matrijoschka-Puppen und russischen Bären mit Fähnchen geschmückt war. Das Beverunger Gymnasium war zum 2. Mal Gastgeber für die Russischolympiade, ein Sprachwettbewerb, der auf Landesebene ausgetragen wird und seine Besten zum Bundesentscheid 2020 in Marburg entsendet.

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Die Mädchen der Schule des Konsulats aus Bonn trugen charismatisch ihr Lied vor.

© Foto: Siebrecht

Dabei war es den Veranstaltern, dem Verband der Russisch-Lehrer und den Ausrichtern vom Beverunger Gymnasium den Wettbewerbscharakter nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen, sondern den Tag zu einem Fest der russischen Sprache, mit Sitten und Gebrächen werden zu lassen. Ausstellungen aus dem Russischunterricht, Bilder und Berichte vom Russlandaustausch, russisches Essen, das von Integrationsverein „Brücke – MOCT“ mit organisiert wurde und russische Lieder und Volkstänze vermittelten den Teilnehmern einen Eindruck vom großen Nachbarland im Osten und motivierten zum Weiterlernen der nicht ganz einfachen Sprache.

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Der Kurs der Q1 interpretierte "Alice im Wunderland"

© Foto: privat


Bei der feierlichen Eröffnung der 41. Russischolympiade war die Ministerin Yvonne Gebauer für Schule und Bildung NRW mittels einer Videobotschaft beteiligt, bei der Sie die Bedeutung des Erlernens der russischen Sprache betonte. Sie erklärte, dass zurzeit 7.857 Schüler*innen die Sprache als Fremdsprache an 108 Schulen in NRW von 200 Russischlehrern erlernen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel gewann einmal die Russischolympiade als Schülerin in der DDR. Weitere Ehrengäste wie der stellvertretende Bürgermeister Roger von Heynsbergen, der Dezernent Peter Jigalin der Bezirksregierung, Prof. Dr. Ol’ga Vasil’eva vom Russischen Haus in Berlin und die Projektleiterin des RussoMobils, begrüßten die Teilnehmer, betonten die Bedeutung der russischen Sprache und wünschten den Prüflingen „Hals- und Beinbruch, ein Spruch der in Russland mit „Zum Teufel damit“ beantwortet wird.

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Der Kurs der Q2 spielte im Kreativwettbewerb "Die Wahrheit über Schneewittchen"

© Foto: privat


Für die musikalische Rahmung der Eröffnung sorgte das Schulorchester unter der Leitung von Isabelle Winzen und der Schulchor, der von Michael Schauka am Flügel begleitet wurde. Schülerinnen und Schüler der Schule des Generalkonsulats in Bonn bereicherten das Programm mit einem Lied der jüngeren Mädchen und einem schwungvollen Volkstanz der Tanzgruppe in historisierenden Kostümen. Eröffnet wurde die Olympiade schließlich durch den Vorsitzenden des Russischlehrerverbandes Klaus Dropmann.

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Die Tanzgruppe begeisterte mit russischem Volkstanz.

© Foto: Siebrecht


Beim Sprachwettbewerb, an dem über 160 Schüler*innen von 29 Schulen teilnahmen ging es in einer mündlichen Prüfung darum, individuelle Russischkenntnisse nachzuweisen. Beim Kreativwettbewerb auf der Aula-Bühne hingegen zeigten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen, dass man in russischer Sprache auch lustige, anspruchsvolle, musikalische oder literarische Darbietungen präsentieren kann. Acht Auftritte wurden beim Kreativwettbewerb vorgestellt.
Im Kreativwettbewerb wurde der Q2-Kurs des Gymnasiums Beverungen ("Die Wahrheit über Schneewittchen") Dritter, die Gruppe aus der Q1 mit ihrem Stück "Alice im Wunderland" belegte leider keinen der ersten drei Plätze. Beide Gruppen wurden betreut von Regina Lockstedt-Geisler. Auch die zweite Russisch-Lehrerin am Gymnasium, Jana Greve war unter anderem als Koordinatorin der Olympiade aktiv. Im Sprachwettbewerb belegte Jessica Moor (Q1) in ihrer Wettbewerbsgruppe auf dem Sprachniveau B1 den ersten Platz.

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Hochrangige Ehrengäste waren bei der Russischolympiade zugegen.

© Hochrangige Ehrengäste waren bei der Russischolympiade zugegen.


Am Beverunger Gymnasium kann die russische Sprache im Rahmen der Differenzierung und in Kombination mit dem Erdkunde-Unterricht gewählt werden. In der Oberstufe können die Schüler*innen als dritte Fremdsprache Russisch erlernen. Im vergangenen Schuljahr ließen sich elf von 17 Russisch-Schüler*innen im Abitur in diesem Fach prüfen. Seit Jahren findet ein Schüleraustausch mit Velikij Nowgorod statt. .

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Organisatoren und Ehrengäste mit Schülerinnen und Schülern der Schule des Generalkonsulats der Russischen Föderation.

© Foto: Siebrecht

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