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Bürgermeister dankt für großes Engagement

Ehrenamtspreise 2017 verliehen

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – „Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen“, zitierte Bürgermeister Hubertus Grimm den Philosophen Cicero und hatte drei engagierte Bürger der Stadt mit Angehörigen und Weggefährten zu einer Feierstunde in den Saal des Rathauses geladen. Die drei Preisträger eines jeden Jahres werden seit 2003 von einem Gremium aus den Fraktionsvorsitzenden und den stellvertretenden Bürgermeistern nach Vorschlägen aus der Bevölkerung ausgewählt. Dem Ehrenamtspreis 2017 für würdig befunden und für ihr beispielhaftes Engagement ausgezeichnet, wurden: Reinhard Otto, Adelheid Rauscher und Gerhard Rother.

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Reinhard Otto, Adelheid Rauscher und Gerhard Rother wurden mit dem Ehrenamtspreis 2017 stellvertretend für aller Bürger von Roger van Heynsbergen, Bernhard Villmer und Bürgermeister Hubertus Grimm geehrt.

© Foto: Siebrecht

Am langen Tisch im Rathaussaal, der von Mitarbeiterin Silvia Wohlfahrt liebevoll, weihnachtlich geschmückt worden war, saßen auch zwanzig Ratsfrauen und Ratsherren, sowie der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Stadt Beverungen, Walter Frischemeyer und zeigten damit, dass es auch den Repräsentanten der Stadt Beverungen wichtig und eine ganz besondere Freude ist, für ehrenamtliches Engagement zu danken. „Eine Stadt besteht nicht nur aus Stein und Mörtel, sondern aus dem Miteinander der hier lebenden Menschen. Die Menschen, nicht die Häuser sind das Fundament unserer Stadt. Sie sind mit Ihrem ehrenamtlichen Einsatz ein Vorbild für unsere Stadt, denn ohne Ihr leidenschaftliches Engagement wäre unsere Gesellschaft eine andere. Mit der heutigen Verleihung der Ehrenamtspreise möchten wir uns für Ihren besonderen Einsatz bedanken“, sagte Bürgermeister Hubertus Grimm und stellte in seiner Laudatio die Leistungen der neuen Ehrenamtspreisträger dar.

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Blumen überreichter der Bürgermeister an Adelheid Rauscher und die beiden anderen Preisträger.

© Foto: Siebrecht


Reinhard Otto
Als „Urgestein des Vereins“ bezeichneten seine Vereinsmitglieder des SV Eintracht Haarbrück/Jakobsberg Reinhard Otto und schlugen ihren Kameraden für den Ehrenamtspreis vor. Als Gründungsmitglied wirkte Otto als Spieler der Senioren und später der Alt-Herren. Mit dem Bau des Vereinsheims im Jahre 1983/1984 trug er als verantwortlicher Polier maßgeblich dazu bei, dass dieses für den Verein und die Ortschaft Haarbrück so wichtige Gebäude entstehen konnte. Fast ein Zehntel der von den Mitgliedern aufgebrachten Stunden hat Reinhard Otto geleistet. Als Platzkassiere seit 1985, Mitglied im Vorstand, Betreuer der ersten Mannschaft und Alt-Herren-Mannschaft und vor allen Dingen seit 1996 als Platzwart dient Reinhard Otto seinem Verein und den Ortsgemeinschaften von Haarbrück und Jakobsberg, denn mit dem Rückzug der Stadt musste die Vereine die Pflege der Sportplätze in Eigenleistung übernehmen. Reinhard Otto hat stetig und verantwortungsvoll über viele Jahre still im Hintergrund gewirkt und gesorgt und wurde auch stellvertretend für „viele gute Seelen, ohne die unsere Vereine wesentlich ärmer wären“, wie Grimm sagte, geehrt.

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Bürgermeister Grimm hält die Laudatio für Reinhard Otto.

© Foto: Siebrecht


Adelheid Rauscher
„Du bist jemand, den man in seinem Engagement einfach nicht bremsen kann.[…] stets bist Du aktiv, hilfst, wo Deine Hilfe erforderlich ist, hast neue Ideen, bist rast- und ruhelos“, beschrieb Bürgermeister Grimm die Frau, die sich seit nunmehr 20 Jahren federführend im „Eine Welt Laden“ engagiert. Der Laden, für fair gehandelte Produkte aus aller Welt wurde einst von einer Firmgruppe ins Leben gerufen. Seither unterstütz Adelheid Rauscher die Idee der christlichen Solidarität mit Menschen aus den sogenannten Entwicklungsländern. Es ist ihre ein Herzensanliegen, dass Menschen in diesen Ländern auskömmlich für ihre Arbeit bezahlt werden, gesund leben und ihren Kindern Schulbildung ermöglichen können. Von der Qualität der Produkte ist sie überzeugt und gibt mit ihrem Engagement jeden Tag ein Beispiel für ihre Mitbürger, rüttelt unermüdlich wach und zeigt was jeder Einzelne tun kann. Im Jahr 2017 ist ihr und ihrem Team ein besonderer Coup gelungen. Die fair gehandelte Schokolade zum Beverunger Stadtjubiläum, die mit dem Beverunger Motiv beklebt wird, ist zu einem Renner geworden. Über 5.000 Schokoladen wurden über den Eine-Welt-Laden verkauft. Das Projekt war so erfolgreich, dass es nun auch im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden wird. Aber nicht nur die Tätigkeit im Eine-Welt-Laden führt zu dieser Preisverleihung. Adelheid Rauschers Engagement im Karneval begann in den 60iger Jahren in der Kolping-Tanz-Garde, dann als Gänsekönigin des Kolping zusammen mit Bernhard Zarnitz und als Höhepunkt 1984/1985 als Karnevalsprinzessin des CVWB zusammen mit Elmar Multhaupt. Sie hat sich über mehr als ein Jahrzehnt als Trainerin der Blau-Weißen-Garde verdingt, sich um die Kostüme und Choreografien gekümmert und ist bis heute mit ihrem ansteckenden Elan ein fester Bestandteil des Karnevals.
Gerhard Rother
Seit 21 Jahren übt Gerhard Rother das Amt des Ortheimatpflegers in seinem Heimatdorf Wehrden aus. Dabei hat er viele besondere Schätze, die Wehrden so einzigartig in der Region machen, ausgegraben und der Öffentlichkeit präsentiert. Ein ganz besonderer Höhepunkt seiner Schaffenskraft in diesem Ehrenamt war die Initiative, das Jubiläum 1150-Jahre-Wehrden im Jahre 2010 durchzuführen. Als Hauptorganisator des Ortsjubiläums, mit einem der Höhepunkte des Benefizkonzerts im Schlosspark mit dem Heeresmusikcorps aus Hannover übernahm er Verantwortung. Mit dem von Gerhard Rother zusammengestellten Buch über die Ortsgeschichte und einem Bildband sicherte er wertvolle Erinnerungen der Vergangenheit. Als Ortheimatpfleger schaut Rother nicht nur zurück, sondern bringt immer wieder gute Ideen ein um Wehrden attraktiver zu gestalten und in eine gute Zukunft zu führen. Er wirkte in der Dorfwerkstatt an der Formulierung eines 15 Punkte Programms mit, das in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll, war ein Motor zur Gründung der Vereinsgemeinschaft 2004 und arbeitete als Schriftführer und seit zwei Jahren als Vorsitzender in diesem Gremium. Einen besonderen Anteil hat Rother an dem beispielhaften Programm zur Digitalisierung „Smart Country Side“ und der Auswahl Wehrdens als „Goldmusterdorf“. Alle Vereine Wehrdens schlugen Gerhard Rother für die Auszeichnung mit dem Ehrenamtspreis vor.

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