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Ehrgeizige Radtour von Karl-Erich Wessler

Deutschland mit dem Rad umrunden

Beverungen (brv) - Nach den Sardinien- Kuba- Portugal und Athen Radtouren mit jeweils deutlich über 4.000 Kilometer stand für den Rad-Globetrotter Karl Erich Wessler (69) aus Wehrden eigentlich für 2020 eine Tour vom Weserbergland nach Marrakesch (Afrika) an.

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Im Vorfeld stand für Karl-Erich Wessler eine Radtour nach München (hier vor der Allianz-Arena) auf dem Trainingsprogramm.

© Foto: Wessler

Der geplante Start und die Zusammenstellung der Gruppe mussten coronabedingt zunächst vom Herbst 2020 auf das Frühjahr 2021 verschoben werden. Aber auch dieser Termin konnte wegen steigender Corona Fälle insbesondere in den Durchreiseländern nicht gehalten werden und es sollte dann Plan „B“ greifen und zum Nordkap gehen.
Aber auch hier erschienen am Ende die Coronarisiken zu hoch und so heißt es nun Plan „C“, einmal mit dem Rad entlang der Grenzen rund um Deutschland.
Mit dem mehrjährigen Kompagnon Herbert Stammeier aus Barntrup sowie 2 neuen Mitradlern, die sich über die ADFC-Plattform gemeldet hatten, gilt es nun, die über 4.000 km lange Strecke zu bewältigen.
Die Kondition sollte da sein, denn alle Teilnehmer haben in diesem Jahr bereits über 7.000 Trainingskilometer in den Beinen. So standen für Wessler unter anderem Touren nach München und erst vor wenigen Tagen nach Venedig auf dem Trainingsplan.
Gefahren wird gegen den Uhrzeigersinn, also von Wehrden Richtung Westen mit möglichen Stippvisiten in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich gen Süddeutschland. Nach Abstechern in die Schweiz und Liechtenstein geht es weiter über den Osten Deutschlands vorbei an Tschechien und Polen hoch in den Norden bis zur dänischen Grenze. Am Ende dann mit hoffentlich viel Rückenwind via Ostfriesland und Münster zurück in die Heimat. Insgesamt wird die Tour etwa 4.100 Kilometer lang sein und soll in 35 Tagen bewältigt werden.
Es gilt, mit schlankem Gepäck zu radeln. Das trainiert man sich im Laufe der Jahre an. „Waren es bei meiner ersten großen Tour noch 15 Kilo Gepäck in den Satteltaschen, dann 12, dann 10 fahre ich jetzt mit maximal 8 Kilo. Man reduziert sich auf ein Minimum, also kleine statt große Tube Zahnpasta und vor allem eingeschränkte Garderobe. Wenn ich 3 Sporthemden dabei habe ist das fast eins zu viel, sonst fahre ich ja irgendwann mit einem Berg schmutziger Wäsche. Das waschen von Sporthemd, Radsocken und Unterwäsche ist nun mal ein tägliches Ritual und kostet keine 5 Minuten“, erläutert Karl-Erich Wessler seine Erfahrungen aus den letzten Touren.
Für den Extremradler steht das Fahren auf seinem Fahrrad natürlich im Vordergrund. Er möchte die Welt fernab von Hauptstraßen und touristischen Routen bereisen, um so andere Regionen und Länder noch intensiver wahrnehmen zu können.
Es schmerzt Karl-Erich Wessler immer noch, dass es in diesem Jahr mit der Marrakesch-Tour nicht geklappt hat. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Am Ende einer Tour sind die Augen schon auf die nächsten Ziele gerichtet und wenn alles klappt, geht es dann in 2022 mit 70 Jahren Altersgepäck gen Afrika.

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