„Schmitzeljagd“ vor ausverkauftem Haus

Der König der Improvisation

Von Peter Vössing
Beverungen – Spontanität, Witzigkeit und Agilität haben den Comedian Ralf Schmitz längst den Titel „König der Improvisation“ eingebracht. 1000 Zuschauer wurden in der neuen Show „Schmitzeljagd“ von einem Lachanfall in den nächsten versetzt.

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Wirbelwind Ralf Schmitz auf der Stadthallenbühne.

© Foto: Vössing

Auf seinem T-Shirt prangte die Botschaft „Wer viel zu sagen hat muss schnell sprechen“. Schmitz schaffte es, alles was ihm wichtig scheint in eine Showlänge zu packen. Der quirlige Kerl ist Comedian, der mit dem erhobenen Zeigefinger auf der Bühne steht. Ihm ist es wichtig, sein Publikum zu unterhalten. Das gelingt ihm auf eindrucksvolle Weise. Immer wieder bindet er das Publikum mit ein, sei es als Stichwortgeber oder als Akteur auf der Bühne. Dabei bleibt der Künstler immer charmant und lässt die Akteure ausnahmslos gut aussehen, wenn er zum Beispiel zu verschiedenen Gefühlswallungen in unterschiedlichen Dialekten mit einer jungen Akteurin "50 Shades auf Schmitz" spielt oder mit ihrer Mutter ein Einpersonenstück gibt, zu dem diese die Geräusche mit einem Mikrofon beisteuert.
Wie schon im letzten Programm zeigt das ehemalige Mitglied der SAT1 Comedy-Serie „Schillerstraße“ Bilder seiner Mutter, die mit ihrem neuen Handy immer wieder versucht, Selfies zu schießen und präsentiert auf zwei Leinwänden die komischsten Bildausschnitte.
In einer Parodie-Sequenz zeigt Schmitz, wie es wohl wäre, wenn Paul Panzer die Tagesschau moderieren würde und dabei von den Kollegen, Bülent Ceylan, Mario Barth und Johann König etc. unterstützt würde.
Weitere Fragen wie „Wie schaffe ich es bloß jede Serie zu gucken, die man mir empfiehlt oder warum ist jung sein so ein Stress, aber trotzdem will niemand alt werden?“ wurden in seiner zweieinhalbstündigen Performance ebenso angeschnitten.
Ralf Schmitz ist ein Künstler, der sich selbst nicht so ernst nimmt und auch nicht davor haltmacht, sich selbst einmal auf die Schippe zu nehmen. Die Zuschauer lohnten es ihm mit kräftigem Applaus. Alltagssorgen konnten einen Abend lang vergessen werden.