Einstimmige Aktion

Das große „W“ an der Weser

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Präsentieren das neue Symbol zum Widerstand gegen das geplante Zwischenlager (v.l.): Josef Jakobi von der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland, Thomas Weßler (Grüne), Stephan Böker (CDU), Bürgermeister Hubertus Grimm, Rolf-Dieter Crois (SPD), Dirk Wilhelm als Vorsitzender von „Atomfreies Dreiländereck“, Lars Koch, Martin Ahlborn und Martin Hoppe.

© Foto: Otto

Von Marc Otto
Beverungen – Eine neue, augenfällige Landmarke nennt die Stadt an der Weser ihr Eigen: Ein großes „W“ wie Widerstand aus Fichtenholz steht weithin sichtbar auf den Weserwiesen nahe des Anlegers. Das Aufstellen ist ein Zeichen des Stadtrates gegen das in Würgassen geplante Atommüll-Zwischenlager. Eine überfraktionelle Zusammenarbeit, einstimmig beschlossen, welche dank engangierter Handwerker in die Tat umgesetzt wurde.
„Zu Wasser und zu Lande nicht zu übersehen“, so äußerte sich Bürgermeister Hubertus Grimm zu dem buchstäblichen Großbuchstaben, 5 Meter hoch und 8 Meter breit. Die Dimensionen des Projektes hatten einen Bauantrag nötig gemacht, der im letzten Jahr gestellt worden war. Finanziert wurde es durch die Stadt und ehrenamtliches, beherztes Zupacken der Handwerker.
„Ich bin begeistert angesichts dieser Entschlossenheit“, so Lars Koch, der die Federführung des Baus inne hatte.
Das große W an der Weser ist nicht das Einzige seiner Art. Schon vom Hugenottenturm Bad Karlshafens blickt ein solcher Großbuchstabe aufs Weserbergland herab, wenngleich etwas kleiner in seinen Dimensionen. Dafür natürlich höher gelegen.
Generell sind sonnig gelbe Ws schon seit geraumer Zeit ein häufiger Anblick landauf und landab der Weser. So zieren die Symbole der Bürgerinitiative „Atomfreies Dreiländereck“ als Aufkleber Heckscheiben und Briefkästen, wesentlich größer und selbstgebastelt auch Zäune und Vorgärten.
Dirk Wilhelm, Vorsitzender der Bürgerinitiative, freut sich sehr über diese Außenwirkung. Von dem 5 Meter hohen W an der Weser erhofft man sich ebenfalls, dass es Bewohner und Gäste des Weserberglandes gleichermaßen aufmerksam machen wird auf die Dinge, die da noch kommen werden. Derweil plant Beverungens Nachbar Lauenförde ebenfalls ein großes W. „Geschlossenheit führt zum Erfolg“, da sind sich die Beteiligten einig, über Partei- und Kreis- und Landesgrenzen hinweg.