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Dalhauser fühlen sich von Unitiymedia betrogen

Das Maß ist voll!

Dalhausen – Seit über einem Jahr treten die Probleme bei Telefonverbindungen, Fernsehempfang und Internetverbindungen bei Unitymedia-Kunden in Dalhausen auf. Mitarbeiter von Unitymedia werden bei Arbeiten in Dalhausen gesehen aber an dem Problem hat sich nichts geändert. Immer wieder brechen die Verbindungen zusammen.

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Bernhard Villmer informierte über den Stand der Verhandlungen mit Unitymedia bei der 8. Bezirksausschusssitzung in Dalhausen.

© Foto: Siebrecht
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Viele Bürger waren zur Sitzung erschienen und berieten über das weitere Vorgehen.

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Bezirksausschussvorsitzender Bernhard Villmer hatte einen Vertreter der Firma Unitymedia zur Stellungnahme bei der Bezirksausschusssitzung eingeladen. Dieser sagte aber kurzfristig seine Teilnahme ab. Wieder einmal wurden die Dalhauser Bürger enttäuscht, die sich Auskünfte über das Vorgehen erhofft hatten. „Das hat einen bitteren Beigeschmack“, sagte Bernhard Villmer und verlas seine Antwort auf die Absage. Darin erläuterte er, dass der Ausfall von Telefonverbindungen im Notfall lebensgefährlich sein kann für Menschen, die kein Handy besitzen und dass unzuverlässige Internetverbindungen insbesondere für Unternehmen sich geschäftsschädigend auswirken. Villmer drohte Unitiymedia mit rechtlichen Konsequenzen, der Rückforderung von Zahlungen und der Kontaktaufnahme zu Mitbewerbern wie der Telekom.
Bisher scheint nicht einmal geklärt zu sein worauf die Störungen im Netz zurückzuführen sind. Unitymedia hält einen Störsender, ein Störsignal, das insbesondere am Wochenende tätig sei, für die Wurzel des Übels. Viele Dalhauser halten dagegen die Glasfaserkabel, die Anfang der 80er Jahre in Dalhausen insbesondere für Kabelfernsehen verlegt wurden für veraltet oder schadhaft. Sie fordern eine Erneuerung des Netzes. Die Netzprobleme treten auch in Roggental und bei Unitiymedia-Kunden in Beverungen auf.
Seit Mai 2017 werden die Beschwerden der Bürger bei der Stadtverwaltung gesammelt.
Die über 30 Dalhauser Bürger, die hauptsächlich wegen der Netzprobleme zur Bezirksausschusssitzung gekommen waren, zeigten sich empört. „Hunderte Kunden in Dalhausen werden seit über einem Jahr betrogen und zahlen den vollen Preis für maximal halbe Leistung“, erklärte ein Dalhauser. Die Versammlung erwog, eine Sammelklage auf Schadensersatz zu prüfen oder zu anderen Netzanbieter, sofern möglich zu wechseln und damit ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch zu nehmen. Weiterhin wurde geraten, Netzprobleme mit Zeitangaben zu dokumentieren, um die Störungen nachweisen zu können. Einige Bürger hatten auf ihre Beschwerde hin schon kleinere Beträge als Entschädigung von Unitymedia erhalten.
Berhard Villmer konnte berichten, das ihm von Direktor des Vertriebs versprochen wurde, dass im Januar/Februar das Dalhauser Netz in neuen Bereiche aufgeteilt werden solle und damit zur Problemlösung beigebragen würde. Auch die Verlegung einer neuen Leitung nach Dalhausen wurde angekündigt.

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