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SchülerInnen erspürten die NS-Zeit

Buchenwald-Ausstellung eröffnet

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Jeder Abschlussjahrgang der Sekundarschule besucht zum Ende des Projekts „Nationalsozialismus“ das Konzentrationslager Buchenwald mit einen dreitägigen Aufenthalt und verarbeitet die schockierenden Bilder in einer Ausstellung, die im Foyer der Schule öffentlich zugänglich ist.

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Sophie Kraft zeichnete unter anderem dieses Bild, das sie mit „Man wird nicht mit Hass geboren“ nannte.

© Foto: Siebrecht

Bei der Eröffnung der diesjährigen Ausstellung mit Gästen aus Politik und Kirchengemeinde sagte Schulleiter Klaus Oppermann: „Geschichte erleben, verstehen und nachvollziehend empfinden ist der pädagogisch wertvollste Weg, Schülern […] die Zeit des Nationalsozialismus zu veranschaulichen.[…] Ich bin weiterhin überzeugt, dass die Arbeit a Projekt „Nationalsozialismus“ und diese und folgende Ausstellung als Ergebnis dieser Arbeit eine großen Beitrag für Verständnis, Toleranz und Respekt in unser heutigen Zeit leisten können“. Die Ausstellung mit Bildern, Plakaten und nachgebauten Holzkisten, die in Buchenwald auf dem Dachboden stehen, zeigt viele Aspekte des unmenschlichen Systems bei dem durch Erniedrigung, Demütigung, Drohung, Aussonderung, und schließlich Auslöschung Menschen die Würde und das Leben genommen wurden.

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Gemeinsam erarbeiteten die 10-ten Klassen mit ihren Lehrkräften die Ausstellung zum Konzentrationslager Buchenwald.

© Foto: Siebrecht


Wer die Ausstellung besucht, die während der Schulzeiten öffentlich zugänglich ist, wird tief beeindruckt sein, und Erkenntnisse gewinnen, die auch ein informierter Mensch über Buchenwald noch nicht kennt. Die Schülerinnen und Schüler haben das Leben in Buchenwald unter vielerlei Aspekten betrachtet und dargestellt. Vom Lagertor bis zum Lagerzoo, der medizinischen „Versorgung“ oder den Biographien Überlebender sind eindrückliche Ausstellungstücke entstanden. „Ich habe meine Motive mit dem Herzen ausgesucht“, sagte Sophie Kraft, bei der Vorstellung ihrer Porträtzeichnungen, die berührend die Emotionen der Dargestellten transportieren.

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Varina und Vivien klären in ihrem Plakat über die Bedeutung der Winkel auf, die die verschiedenen Gruppen der Gefangenen wie Homosexuelle oder Sinti und Roma kennzeichneten.

© Foto: Siebrecht


Die Lehrerinnen Anita Bollmann und Judith Hüsken dankten den Jugendlichen für ihr intensive und einfühlsame Beschäftigung mit der NS-Zeit und den Geschehnissen in Buchenwald: „Man sieht an den Arbeit wie intensiv ihr Einblick erhalten habt“. Weiterhin galt ihr Dank allen, die an der Realisierung der Ausstellung mitwirkten, insbesondere den beiden Hausmeistern.

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Philipp und Lars beschäftigten sich mit dem Lagertor.

© Foto: Siebrecht

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