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Goeken und Haase fordern Logistikgutachten

Brief an Minister Laumann

Würgassen/Düsseldorf (brv) - Die heimischen CDU-Abgeordneten von Landes- und Bundesebene, Matthias Goeken und Christian Haase, haben sich in einem gemeinsamen Brief an den nordrhein-westfälischen Minister Karl-Josef Laumann gewandt.

Sie fordern die Prüfung eines Logistikgutachtens zum geplanten Logistikzentrum in Würgassen ein. Dieses solle gemeinsam mit dem Land Niedersachsen umgesetzt werden.
Seit einem Jahr plant, gegen den Widerstand der örtlichen Bevölkerung, die BGZ Gesellschaft für Zwischenlager mbH in Beverungen-Würgassen ein Bereitstellungslager für das Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle „Schacht Konrad“.
Ein solches Bereitstellungslager muss zum einen logistisch notwendig und zum anderen logistisch an der richtigen Stelle stehen. Die BGZ begründet die Notwendigkeit des Bereitstellungslagers damit, dass die Behälter mit verschiedenen Sorten Atommüll in den dezentralen Zwischenlagern aufgrund Platzmangels nicht so sortiert werden können, wie sie im Endlager Konrad benötigt werden.
„In den letzten Jahren hat es eine rasante Entwicklung in der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz gegeben. Ein Logistikgutachten gibt es bisher zu dem Projekt nicht. Es muss aber sowohl in großem Interesse der betroffenen Bevölkerung, als auch der von diesem Standort betroffenen Länder Niedersachsen und NRW sein, zu klären, ob es unter Logistikgesichtspunkten Alternativen zu den bisherigen Überlegungen der BGZ gibt.
Eine Möglichkeit wäre aus Sicht der Abgeordneten alternativ zu prüfen, den Abfall an den dezentralen Lagerstätten so zu packen, dass er bedarfsgerecht von Konrad abgerufen werden kann. Der dazu ggf. notwendige Bau von ortsnahen Bereitstellungslagern sei voraussichtlich kostengünstiger als ein zentrales Logistiklager.
Des Weiteren wäre zu klären, ob die Bahnstrecke Ottbergen-Northeim/Göttingen in der Lage ist, die zusätzlichen geplanten Verkehre aufzunehmen, ohne den Zielen des LEP und des Regionalplan OWL und damit Landes- und Regionalinteressen zu widersprechen. Nach unserer Auffassung wird damit der geplante weitere Ausbau der Strecke im Sinne eines Rückrats des ÖPNV in der Region in Frage gestellt“, so die Abgeordneten Goeken und Haase.

 

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