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„Die Pflanzenwelt Beverungens in Wort und Bild“

Bildband über botanischen Artenreichtum

Von Peter Vössing
Beverungen - Mit der reichhaltigen Vegetation im Raum Beverungen befasst sich ein Buch, dass von Hans Barth und Co-Autorin Barbara Gerken jetzt herausgebracht wurde. „Wir möchten mit unserer Bestandsanalyse den vielfältigen Formenschaft an heimischen Pflanzen zeigen. Es wird nur das geschätzt, was man kennt“, erklärte der pensionierte Lehrer Hans Barth.

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Hans Barth und Barbara Gerke stellten jetzt den 485-seitigen Bildband vor.

© Foto: Vössing

Professor Große-Brauckmann, bei dem Hans Barth studierte hat ihn auf den Artenreichtum in der Pflanzenwelt im Raum Beverungen aufmerksam gemacht. „Als ich ihn einmal wiedertraf und berichtete, dass ich am Beverunger Gymnasium unterrichte, kannte er zu meiner Verblüffung den Selsberg, den Eisberg, den Wandelnsberg und den Mühlenberg. Er wies darauf hin, dass der Raum Beverungen zu einer der interessantesten deutschen Regionen Deutschlands gehört, was den Artenreichtum an heimischen Pflanzen angeht“, erklärte Barth. Der Pädagoge, der mit Generationen von Schülern Waldprojekte im Beverunger Stadtwald durchführte und unzählige Schüler auf die Siegertreppchen beim „Jugend forscht Wettbewerb“ begleitete, wollte schon immer einen Bildband über die Flora Beverungens herausbringen. Herausgekommen ist jetzt das Werk mit dem Titel „Die Pflanzenwelt Beverungens in Wort und Bild“. Darin sind 240 verschiedene prachtvolle Pflanzen zu finden.
„Ziel der Entwicklungsgestaltung dieses Buches mit seinen 485 Seiten ist es, das Vorkommen der vielfältigen Vegetation auf der Gemarkung Beverungen aufzuzeigen und zu dokumentieren, Artenkenntnisse zu vermitteln und damit auch Hinweise auf die Seltenheit einer Vielzahl bedrohter Pflanzenarten zu geben“, erläuterte Hans Barth, der 36 Jahre lang die Fächer Biologie und Erdkunde am Beverunger Gymnasium unterrichtete sowie als Kernseminar- und Fachleiter für Biologie am ZfsL Detmold tätig war.

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Die Bienen-Ragwurz aus der Familie der Orchideen.

© Foto: Hans Barth


Für den Bildband holte Barth die pensionierte Kollegin Barbara Gerken vom KWG Höxter, mit der er das Interesse an heimischen Pflanzen teilt, ins Boot. Barth konnte bei seiner Arbeit am Buch auf einen Fundus von ca. 10.000 Pflanzenfotos zurückgreifen, die er im Laufe der Jahre bei seinen Erkundungswanderungen in der Beverunger Gemarkung anfertigte.
Der Arbeitsaufwand war enorm. Nach der Sichtung und Auswahl der vielen Bilder mussten die Pflanzen noch bestimmt werden. „Das war gar nicht so einfach, weil einige Raritäten darunter waren“, erklärte Barbara Gerken, die überrascht über die Artenvielfalt in der Region war.
Herausgekommen ist ein sehenswerter Bildband, der Morphologie (Form und Struktur), die Gestaltungsvielfalt, den Nutzen und die Seltenheit sowie ihre Vergesellschaftung mit anderen Pflanzenarten beschreibt und erläutert. Zudem wurde die besondere Bedeutung der Pflanzen für die einheimische Insektenwelt aufgezeigt.
Im Beisein von Bürgermeister Hubertus Grimm, Forstamtsrat Matthias Wolff und Sebastian Kübler (Kübler media) wurde das Buch jetzt vorgestellt.

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Im Bildband sind auch Insekten, wie das Thymian-Widderchen zu finden.

© Foto: Hans Barth


Die Ausführungen des Bürgermeisters und des Försters fielen sehr positiv aus. „Mit diesem Bildband wird für den Erhalt der einheimischen Vegetation geworben. Hierbei haben Sie neben der Bestandserfassung auf die Formenvielfalt und damit auf die Attraktivität der einheimischen Vegetation für den Beverunger Naturraum hingewiesen. Die Vielzahl von Aufnahmen rufen durch ihre Schönheit mehr Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung hervor“, verdeutlichte Grimm.
Barth hat bei seinen zahlreichen Wanderungen auch seltene Orchideen wie Frauenschuh, Müllers Stendelwurz und Fliegen-Ragwurz entdeckt. Ebenso ist der Enzian dabei.
Für alle Hobby-Botaniker ist in dem Buch zudem noch eine Anleitung zu einer eigenen Standortanalyse vorhanden. In dem dazugehörigen 25seitigen Begleitheft werden die führenden Pflanzengesellschaften charakterisiert.
Gestaltet und gedruckt wurde das Buch bei Kübler Media in einer Auflage von 150 Exemplaren. Erhältlich ist es in den Beverunger Buchhandlungen LESBAR und Kübler.
In diesem Zusammenhang haben Hans Barth und seine Frau Anneli an Bürgermeister Hubertus Grimm eine Baumspende übergeben. Stürme, Trockenheit, Borkenkäferbefall etc. haben dem Beverunger Stadtwald erheblich zugesetzt. Dies war Anlass für sie im Sinne der Fortführung der Waldprojekte, deren Initiator Hans Barth 20 Jahre mit Unterstützung seiner Frau gewesen ist, 300 Elsbeeren, 700 Traubeneichen, 250 Wildbirnen und 250 Hainbuchen für die Wiederaufforstung zu spenden. Diese Spende soll einen kleinen Beitrag für die großen Vorhaben der Wiederaufforstung von Waldflächen und die Stabilisierung von Ökosystemen leisten.

 

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