Drucken Versenden
Café im Erdgeschoss geplant

Beverunger Burg wird verkauft

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Der Rat der Stadt Beverungen hat mit großer Mehrheit dem Verkauf der Burg, des alten Feuerwehrgerätehauses und des Rentmeisterhauses an die Familie Weber zugestimmt. Die Beverunger Jürgen und Felix Weber möchten das Rentmeisterhaus zu Wohnzwecken ausbauen und in der Burg mit Nebengebäuden ein Café einrichten.

Bild anzeigen

Architekt Jochen Drefahl, die Investoren Jürgen und Felix Weber und Bürgermeister Hubertus Grimm bei der Vorstellung des Projekt um 1. Stock der Beverungern Burg.

© Foto: Siebrecht

Die Burg wurde 2015 vom letzten privaten Besitzer (Michael Schnorr) zurückgekauft und ist seitdem im Besitz der Stadt Beverungen. „Die Stadt hat für die Gebäude keine nutzbringende Verwendungsmöglichkeit und kein Geld, um zu investieren, daher ist der Verkauf alternativlos“, erläuterte Bürgermeister Hubertus Grimm. Er betonte, dass die Verträge, die unterschriftsreif vorlägen, Vereinbarungen vorsähen, die einen Eingriffsmöglichkeit durch die Stadt Beverungen bei Missständen oder einem Baustillstand an den historischen Gebäuden in dieser exponierten Lage ermöglichten. „Wir freuen uns, dass die Burg wieder öffentlich zugänglich sein wird“, meinte der Bürgermeister. Über den Kaufpreis wollten beide Parteien keine Angaben machen.

Bild anzeigen

Felix Weber zeigte den Zustand des Rentmeisterhauses.

© Foto: Siebrecht


Die Käufer bringen sehr gut ausgebarbeitet Baupläne mit Businessplan und solide Erfahrung im gastronomischen Bereich für das Projekt mit. Jürgen Weber ist seit 42 Jahren Chefkoch im Hotel „Stadt Bremen“ und Sohn Felix Weber ist Konditor und Hotelfachmann und gegenwärtig im „Alten Kornhaus“ in Haarbrück tätig. Sobald die Verträge unterzeichnet sind, planen die neuen Eigentümer mit den Bauarbeiten im Rentmeisterhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu beginnen. Hier sollen sieben barrierefreie Wohnungen unterschiedlicher Größe mit Eingang von der Seite zum Seniorenheim entstehen. Im Gebäude wird ein Aufzug eingebaut. Die Fassade des Rentmeisterhauses wurde von der Stadt Beverungen vor ca. sechs Jahren in Stand gesetzt und mit neuen Fenstern ausgestattet. Im Inneren ist das Gebäude statisch gesichert aber weitestgehend im Rohbauzustand mit zum Teil fehlenden Decken und Niveau -Unterschieden von 45 cm. Die Umbauarbeiten sollen bis Winter 2018 abgeschlossen sein. Teilweise gleichzeitig wird mit der Fassadenrestaurierung der Burg (Weserseite) begonnen. Das Café im Erdgeschoss mit Nebengebäuden soll ab Sommer 2018 nutzbar sein. Die große Kaisereiche (gepflanzt zum 25-jährigen Thronjubiläum Kaiser Wilhelm II.) wird erhalten.

Bild anzeigen

Ein Terrassengarten an der Brücke und ein gläsernes Treppenhaus als Vorbau sind teil der Umbaupläne.

© Foto: Siebrecht


Zur Weser ist ein Terrassengarten mit Bestuhlung vorgesehen, dessen Umsetzung sich nach dem Bauarbeiten der Weserbrücke richten muss. Für die Obergeschosse der Burg liegen Baupläne vor, die mittel bis langfristig umgesetzt werden sollen. Alle Planungen sind mit den Denkmalbehörden abgestimmt. Betreuender Architekt ist (Schwiegervater) Jochen Drefahl, der sich schon Jahrzehnte mit den Gebäuden vertraut ist und auch die Fassadensanierung des Rentmeisterhauses leitete.

Bilder & Videos

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder