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31. Almabtrieb in Dalhausen

Bayrisches Flair beim westfälischen Almabtrieb

Von Peter Vössing
Dalhausen – Wenn in Dalhausen das Dirndl oder der Lederhose angezogen, dann ist nicht etwa Oktoberfest sondern der nördlichste Almabtrieb Deutschlands. Dann werden nicht die Rinder, sondern 55 Ziegen durch das Korbmacherdorf getrieben.

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Festzug mit Ziegen durch Dalhausen.

© Foto: Vössing

Für die Zugteilnehmer und die Zuschauer ist es ein Heidenspaß, der vor 31. Jahren aus einer Bierlaune heraus entstanden ist. Alois Hartmann war es, der im Jahr 1988 aus Spaß einen Almabtrieb durchführte. „Was die Bayern können, können wir schon lange“, waren seine Worte. Zur Silberhochzeit hatte er eine Ziege geschenkt bekommen und das aus gutem Grund: Sang er doch damals schon bei festlichen Anlässen gern sein Lied von der Ziege. Schnell kaufte sich Hartmann ein zweites Exemplar dazu, das sogar Kunststücke verrichten konnte. Mit 2 Ziegen und 40 Freunden ist er damals, als alles begann, durchs Dorf gezogen.


Im Laufe der Jahrzehnte ist daraus ein fester Programmpunkt im Veranstaltungskalender des Beverdorfes entstanden. Jahr für Jahr schlossen sich immer mehr Menschen in bayrischer Verkleidung an.

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„Da geht’s lang.“

© Foto: Vössing

Seit dem letzten Jahr hat Ziegenbesitzer Werner Siewers zusammen mit seinem Schwiegersohn Stephan Hoppe und dem Landgasthof Bruns die Organisation des Spektakels übernommen. Das Ereignis erfreut sich nach wie vor auch bei den Zuschauern großer Beliebtheit.

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Korbmacher mit Rief, Gerhard Ewerling, und der Initiator des nördlichsten Almabtriebes Deutschlands, Alois Hartmann, schritten voran.

© Foto: Vössing


Auf dem Parkplatz im Hellweg hatten sich zahlreiche Kinder und Tierfreunde eingetroffen, um mit den manchmal störrischen Ziegen durch das Dorf zu ziehen. Auch der Treckerclub-Dalhausen hatte sich mit zahlreichen Fahrzeugen in die ungewöhnliche Prozession, die vom Spielmannszug Dalhausen und der Blaskapelle Dalhausen musikalisch angeführt wurde, eingereiht. Vorweg marschierten der Korbmacher mit Rief (Gerhard Ewerling) und Alois Hartmann, der Urheber des nördlichsten Almabtriebs.

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Werner Siewers ist der Besitzer der 55 Ziegen, die beim Almabtrieb mitliefen.

© Foto: Vössing


Die Tiere waren hübsch herausgeputzt worden. An der Zugstrecke hatten sich viele Zuschauer postiert, um bei angenehmer Witterung den Almabtrieb zu erleben. Vom Hellweg aus ging der Zug in Richtung Bleicheplatz. Unterwegs büxten immer mal wieder ein paar Tiere aus. Einige waren wohl Musikfreunde, denn die Tiere reihten sich zwischen den Musikkapellen wieder ein. Auf dem Bleicheplatz wurde eine kleine Rast eingelegt. Hier konnten die Kinder das eine oder andere Tier ein wenig streicheln.

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Zahlreiche Menschen ließen sich das tierische Spektakel nicht entgehen.

© Foto: Vössing


Nach kurzer Pause ging es dann traditionell weiter zum Landgasthaus Bruns. Dort hatten sich schon die Musiker der Bevertaler postiert, um zur Unterhaltung aufzuspielen. In der Langen Reihe waren einige Stände mit Handarbeiten aufgestellt worden und die kleinen Gäste konnten in der Hüpfburg herumtollen oder sich schminken lassen.

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