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„Die Batze“ seit Himmelfahrt wieder offen

Badevergnügen mit Abstand

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Beverungen ist wieder um ein Sport- und Freizeitangebot reicher. Mit beschränktem Zugang und unter strengen Hygieneregeln ist das Beverunger Freibad wieder nutzbar. „Wir freuen uns sehr, dass die Stadt das Baden zu diesem frühen Zeitpunkt wieder möglich macht“, äußerte sich Brigitte Preuß für den Förderverein begeistert.

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Brigitte Preuß vom Förderverein, die Schwimmmeister Sebastian Mann und Alexander Klaus, Klaus Thoma vom Förderverein, Bürgermeister Hubertus Grimm und Uwe Lippenmeyer als Vertreter der Stadt und Kurt Wiemers (Schwimmmeister im „Unruhestand“) laden zur Badesaison 2020 ein.

© Foto: Siebrecht

Seit April laufen die Vorbereitungen des Bades durch die Schwimmmeister in der Hoffnung auf einen Badesaison 2020 trotz Covid 19-Pandemie. Kurzfristig konnte nun ein Hygienekonzept nach den vom Land NRW vorgegebenen Hygienebestimmungen für die Batze erstellt werden. Die „neuen Hygiene-Baderegeln“ werden für jeden Nutzer gut wahrnehmbar auf Plakaten recht und links des Einganges bekannt gemacht.
Maximal nur 500 Besucher dürfen sich jetzt gleichzeitig in der Batze aufhalten. Dies ist eine erhebliche Besucherbeschränkung im Vergleich zu 2.500 Besuchern gleichzeitig an Spitzentagen in der Vergangenheit. Um den Überblick zu behalten, erhält dazu jeder Badegast am Eingang einen Chip, den er beim Verlassen des Bades wieder abgibt. Beim Betreten und Verlassen der Batze werden die Kontaktdaten notiert (bzw. bei Mitgliedern anhand der Mitgliedsnummer erfasst), damit eine mögliche Ansteckungskette nachverfolgt werden kann. Die Drehtür kann als Ausgang nicht genutzt werden. Vier Wochen nach dem Besuch werden die Daten gelöscht. Der Verwaltungsaufwand am Eingang wird von Kerstin Adler im Kassenhäuschen erledigt und kann zu Verzögerungen führen.
In den Gebäuden ist ein Mundschutz (außer unter der Dusche) zu tragen, der im Freien abgenommen werden kann. Nach Betreten der Umkleiden hat jeder Badegast seine Hände gründlich zu waschen oder zu desinfizieren. In den Duschen und Toiletten dürfen sich gleichzeitig je maximal zwei und an den Waschbecken maximal eine Person aufhalten.
Grundsätzlich ist immer ein Abstand von 1,5 Metern zu Personen einzuhalten, die nicht zum eigenen Haushalt gehören. Dieser Abstand von einer Schwimmnudellänge gilt auch im Wasser und in den Randbereiche. Im Schwimmerbecken wurden drei „Schwimmautobahnen“ eingerichtet, bei denen je gegen den Uhrzeigersinn im Kreis geschwommen wird. Die Sprungtürme können benutzt werden. Die Rutsche und der Strömungskanal im Attraktionsbecken müssen gesperrt bleiben, da die Öffnung von Spaßbädern nicht zulässig ist. Ebenso wird das Beachvolleyballfeld nicht nutzbar sein und die Liegen werden nicht ausgegeben. Für das Nichtschwimmerbecken und das Attraktionsbecken gelten maximale Benutzerzahlen von 30 bzw. 20 Personen gleichzeitig. Kleinkinder im Planschbecken sind von den strengen Abstandsregeln ausgenommen die ihre Begleitpersonen aber einhalten müssen. Die Schwimmmeister sind verpflichtet, die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln durch die Badegäste einzufordern. „Wer sich nicht ans Konzept hält, wird das Bad verlassen müssen, das ist ganz klar“, mahnte Bürgermeister Grimm. Die Wahrung des Abstandes minimiert die Ansteckungsgefahr erheblich und ist eine wichtige Säule des Konzepts. Eine Übertragung des Virus durch das Wasser soll ausgeschlossen sein, da der Virus durch das Chlor abgetötet wird. Insbesondere die Sanitärbereiche werden in dieser Saison von Elke Engemann besonders häufig gereinigt und desinfiziert. Die Gastronomie in der Batze wird unter den für sie geltenden Einschränkungen öffnen.
Um allen Bevölkerungsgruppen das Baden zu ermöglichen, verzichtete man zunächst auf eine Badezeitbegrenzung. Es kann aber an besonders frequentierten Tagen nötig werden, dass die Schwimmmeister um 17 Uhr Jugendliche unter 16 Jahre zum Verlassen des Bades auffordern, um Berufstätigen einen Schwimmbadbesuch zu ermöglichen.
An den Eintrittspreisen mit drei und ermäßigt zwei Euro hat sich nichts geändert. Fördervereinsmitglieder können wie bisher eintrittsfrei das Bad nutzen. Das Frühschwimmen für Mitglieder von 7 bis 9 Uhr und die normalen Öffnungszeiten von 11 bis 20 Uhr (am Wochenende bis 19 Uhr) werden beibehalten. Mit ein wenig Umstellung und Disziplin steht einer Badesaison 2020 nun nichts mehr im Weg.

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