Drucken Versenden
Einbringung des Haushaltsentwurfes der Stadt Beverungen

Ausgeglichener Haushalt mit 222.000 Euro plus

Beverungen (brv) Bei der letzten Sitzung des Rates der Stadt Beverungen wurde der Haushaltsplanentwurfes für das Jahr 2019 eingebracht. Den Ratsmitgliedern wurde von Bürgermeister Hubertus Grimm dabei ein ausgeglichener Haushalt mit einem Plus von 222.000 Euro in der Ergebnisrechnung vorgelegt, der eine an den finanziellen Möglichkeiten der Stadt Beverungen ausgerichtete zukunftsorientierte Stadtentwicklung abbildet.

Erträgen von 26.246.320 Euro stehen Aufwendungen in Höhe 26.024.007 Euro entgegen. Dieses Ergebnis ließe nach Auskunft des Kämmerers Martin Finke abermals eine Aufstockung der Ausgleichsrücklage zu.
Stadtkämmerer Martin Finke wies allerdings auf einige Entwicklungen und Risiken für die Zukunft hin: „Wie schon mehrmals berichtet, hat uns die Natur in diesem Jahr in unserem städtischen Forst vor große Herausforderungen durch den Sturm Friederike und den Jahrhundertsommer gestellt. Die damit verbundenen Probleme werden uns noch einige Jahre in der Haushaltsplanung begleiten. Die Folgekosten für Wiederaufforstung und Pflege werden in der Zukunft steigen und die Einnahmen durch eine erhebliche notwendige Verringerung des Holzeinschlages im Sinne der Nachhaltigkeit werden sich verringern. Das wird dazu führen, dass es in den nächsten Jahren schwierig sein wird, ein positives Ergebnis im Teilhaushalt
Wald und Forst darzustellen, und das, obwohl wir rund 11 Mio. Euro Kapital in der Bilanz der Stadt Beverungen dort gebunden haben. Wir werden daher schon in diesem Jahr versuchen, durch die Bildung von Rückstellungen Vorsorge zu betreiben“.
Ein Rückblick auf die vergangenen Jahre zeige, dass die Stadt Beverungen die Zeit der guten Konjunktur dazu genutzt habe, um sich weiter zu konsolidieren. Allein in den letzten 5 Jahren seien im Haupthaushalt und im Eigenbetrieb Straßen und Immobilienbetriebe zusammen mehr als 2 Mio. Euro der Kredite für Investitionen abgetragen worden, ohne neue Kredite aufzunehmen. Auch die Kassenkredite wären um ca. 0,5 Mio. € abgebaut worden. Allerdings sei im Bereich der Kassenkredite der große Wurf nicht gelungen ist. Es drücke die Stadt Beverungen weiterhin eine Last von 11 Mio. Euro und es sei trotz eines bisher fast 10 Jahre andauernden Aufschwungs und trotz großer Ausgabedisziplin nicht gelungen, hier eine deutliche Trendwende herbeizuführen. Wenn das in Zeiten von sprudelnden Steuerquellen allerorts nicht gelingen sollte, zeige das deutlich, dass die Kommunen als das letzte Glied in der Finanzierungskette weiterhin deutlich unterfinanziert seien. Gleichzeitig werfe das die Frage auf, wie die Aufgabenerfüllung erfolgen soll, wenn die Steuerquellen nicht mehr sprudeln. Die Anzeichen für ein Ende des Konjunkturbooms würden sich laut den Wirtschaftsfachleuten mehren und man müsse zu Recht die Frage aufwerfen, ob die Kommunen auf ein solches Szenario ausreichend vorbereitet sind…ob sie sich darauf überhaupt vorbereiten können. Vor diesem Hintergrund warnte der Kämmerer davor, den Pfad der Haushaltskonsolidierung zu verlassen. „Wir müssen uns weiter auf unsere Kernaufgaben konzentrieren und an der gelebten Ausgabedisziplin festhalten“, machte Kämmerer Martin Finke deutlich.

Bilder & Videos

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder