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Klimademonstration in Beverungen

Alle Altersgruppen auf der Straße

Von Peter Vössing
Beverungen – Klimaaktivisten gingen auf der ganzen Welt im Rahmen der Initiative „Fridays for Future“ auf die Straße. Die 60-jährige Andrea Turner hatte auch in Beverungen zu einer solchen Demonstration aufgerufen. Ca. 80 Teilnehmer waren dem Aufruf gefolgt und beteiligten sich auf der Beverunger Weserstraße am Protest gegen die fortschreitende Erderwärmung.

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Demonstration in der Beverunger Weserstraße.

© Foto: Vössing

Andrea Turner war schon im April bei der „Fridays for Future“ Demonstration auf dem Kellerplatz dabei. Dabei hielt sie ihr Schild „Omas for Future“ in die Luft, um zu zeigen, dass sie sehr große Sympathien für die Schülerbewegung hegt.

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Beifall bei den Redebeiträgen.

© Foto: Vössing


Nachdem es von den Beverunger Schulen keine Pläne gab, sich an den weltweiten Klimaprotesten zum 29. November 2019 zu beteiligen, hatte die ehemalige Lehrerin selbst die Initiative ergriffen als „Oma for Future“ eine Demonstration anzumelden und zu organisieren. Sie machte an den Schulen Werbung für ihre Aktion. Wegen des Wochenmarktes war der Aktionsradius für eine Demonstration eingeschränkt und so musste man auf den oberen Bereich der Weserstraße ausweichen. Vor der Buchhandlung fand dann die Kundgebung statt. Ihre Suche nach Unterstützung bei der Demonstration war ebenfalls erfolgreich. So konnte sie Tim Vollert von den Jusos, Ludger Roters von den Grünen sowie die Lehrerin Cornelia Moers-Mindermann für ihr Vorhaben begeistern. Diese hatten dann auch für den Tag einen Redebeitrag vorbereitet.

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Die Initiatorin Andrea Turner.

© Foto: Vössing


Am Ende waren ca. 80 Erwachsene und Jugendliche mit Plakaten zur Kundgebung gekommen. Mit ihren Trillerpfeifen und Rasseln sorgten sie für eine Menge Lärm. Vor der Buchhandlung war ein Rednerpodest aufgebaut worden, auf dem die Initiatorin die Demonstranten begrüßte und ihre Rede, die unter Motto „Es ist noch was zu retten“ stand, vortrug. Darin ging sie auf die letzten Unwetterkatstrophen, den Starkregen in Erkeln, das Hochwasser in Venedig, Sandstürme in Mecklenburg Vorpommern etc. ein. Unwetterkatastrophen würden bei den Menschen auf der ganzen Welt zu unsäglichem Leid führen. Sie forderte die Politik auf, sich nicht aus der Verantwortung zu ziehen. Diese spiele den Ball der Bevölkerung zu, weil sie Angst habe, durch Vorschriften und Zwänge Wähler zu verprellen. Sie forderte die Bundeskanzlerin auf, sich an ihren Amtseid zu erinnern, worin sie geschworen hatte, Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden. Der Klimawandel sei einer der größten Schäden. „Das Klimapaket der Regierung ist eine Ohrfeige für zukünftige Generationen“, machte sie deutlich.
Zu den oben genannten Rednern, gesellten sich spontan noch einige Redner aus dem Demonstrantenkreis, die ihre Sichtweise zur Problematik darlegten.

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