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Vermehrt Biomüll in Grauen Tonnen – Kreis Höxter kündigt stärkere Kontrollen an

Abfallservice hat Eigenkompostierer im Blick

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Hubertus Abraham (r.) und Nicolas Witschorek von der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft des Kreises Höxter zeigen Bilder von falsch befüllten Grauen Tonnen. Die Aufnahmen entstanden bei Kontrollen am Abfuhrtag. Diese Grauen Tonnen gehören Haushalten, die keine Grüne Tonne besitzen, weil sie ihren Bioabfall eigentlich selbst im eigenen Garten kompostieren. „Offenbar ist das in einigen Fällen aber nicht der Fall. Der Biomüll wird dann scheinbar über die Graue Tonne entsorgt. Das geht natürlich nicht, deshalb werden wir in Zukunft noch genauer hinschauen“, sagen die Kreismitarbeiter.

© Foto: Kreis Höxter

Kreis Höxter (wrs) - Immer häufiger wird bei der Müllabfuhr festgestellt, dass Abfälle falsch sortiert werden. Für eine umweltfreundliche Entsorgung ist die ordentliche Trennung aber Grundvoraussetzung. Das gilt auch für die Graue Restmülltonne. Der Kreis Höxter kontrolliert deshalb regelmäßig die Abfallbehälter – besonders bei den Bürgerinnen und Bürgern, die als sogenannte Eigenkompostierer keine Grüne Tonne haben.
„Diese Haushalte erfassen Bioabfälle getrennt und kompostieren sie im eigenen Garten. Sie müssen sich beim Kreis Höxter anmelden und werden von der Pflicht, eine Grüne Tonne zu haben, befreit“, erklärt Hubertus Abraham vom Abfallservice des Kreises. „Die Anerkennung als Eigenkompostierer ist allerdings an strenge Vorgaben gebunden. Die Haushalte müssen schriftlich versichern, alle Bioabfälle ordnungsgemäß auf ihrem Grundstück zu kompostieren und zu verwerten.“
Ob die Vorgaben eingehalten werden, überprüft der Kreis Höxter mit angekündigten Kontrollen bei den Eigenkompostieren. „Wir lassen uns dann den Kompost im Garten zeigen. Viele der Bürgerinnen und Bürger kompostieren ihren Abfall absolut vorbildlich und sehr gewissenhaft“, lobt Abraham.
Doch leider zeichne sich bei anderen Eigenkompostierern ein ganz gegensätzliches Bild. „Bei gezielten Kontrollen der Grauen Tonnen am Abfalltag ist deutlich geworden, dass einige der betreffenden Haushalte offenbar nicht kompostieren, sondern eher die Restmülltonne als Ersatz für die Grüne Tonne verwenden. Über die Behälter werden dann große Mengen an organischem Abfall entsorgt. Es liegt also nahe, dass in diesen Fällen versucht wird, Abfallgebühren zu umgehen. Hier werden wir in Zukunft noch genauer hinschauen und im Wiederholungsfall die Anerkennung als Eigenkompostierer widerrufen, sodass der Haushalt wieder eine Grüne Tonne bekommt“, sagt Hubertus Abraham.
Er empfiehlt deshalb allen Hauhalten sich genau zu überlegen, ob wirklich alle Bioabfälle, die im Haushalt anfallen – darunter auch Essensreste oder verdorbene Lebensmittel – über den eigenen Komposthaufen im Garten kompostiert oder nicht doch besser über eine Grüne Tonne entsorgt werden sollten. „Bioabfall ist ein bedeutender Rohstoff für die Biogasgewinnung und ein wertvoller Kompostlieferant. Die Grüne Tonne ist deshalb also sehr nützlich für die Umwelt“, so Abraham.

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