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Zukunfts-Handlungskonzept vorgestellt

60 Ideen für die Stadt

Von Peter Vössing
Beverungen - In der letzten Ratssitzung der Stadt Beverungen wurde ein städtebauliches Handlungskonzept mit Maßnahmenkatalog beschlossen, das die Stadt zukunftsfähig machen soll. Bürgermeister Hubertus Grimm stellte das 250 Seiten umfassende Konzept jetzt vor.

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Bürgermeister Hubertus Grimm präsentierte das 250 Seiten umfassende Handlungskonzept.

© Foto: Vössing

Beverungen hatte sich im Jahr 2015 mit 75 anderen Kleinstädten aus ganz Deutschland um die Teilnahme als Modellvorhaben am Forschungsfeld „Potenziale von Kleinstädten in peripheren Lagen“ beworben. Als Modellvorhaben erhielt Beverungen drei Jahre lang finanzielle und fachliche Unterstützung für einen beteiligungsorientierten Zukunftsprozess.
Leitfragen waren: Welche spezifischen Möglichkeiten, welche Besonderheiten, welche Stärken haben Kleinstädte wie Beverungen? Was können die Städte tun, um diese Potenziale zu erschließen und optimal auszuschöpfen?
Im Rahmen des Beteiligungsprozesses wurde die Bevölkerung umfangreich mit einbezogen. In mehrfachen Befragungsaktionen (u.a. im Rahmen des Sternenmarktes und des Bürgerpicknicks) sowie spezieller Befragung von unterschiedlichen Gruppen (z.B. JugendBarCamp) wurden zahlreiche Anregungen aufgenommen und in Projektskizzen gegossen.
Bürgermeister Hubertus Grimm stellte jetzt das 250 Seiten umfassende integrierte Handlungskonzept vor.
Das Handlungskonzept beschreibt zunächst den Ist-Zustand in Beverungen, gibt eine ausführliche Bestandsanalyse, geht auf Stärken und Schwächen ein und entwickelt daraus letztendlich Lösungsansätze. Als Problemlagen herausgestellt wurden die demografische Entwicklung, der Bevölkerungsverlust, mehr ältere Menschen, Familien zieht es in Einfamilienhausgebiete, der Wertverlust der Gebäude in der Innenstadt, das Wohnen wird unattraktiv, das Gewerbe in Gewerbegieten, der Einzelhandel in peripheren Nahversorgungszentren, das Gesundheitszentrum in Nebenlage, Ausdünnung der Innenstadt und die Verschlechterung der Aufenthaltsqualität.
Im zweiten Teil wurde dann daraus ein 60 Punkte umfassendes Handlungskonzept entwickelt, das es heißt in den nächsten Jahren abzuarbeiten, um so die Stadt zukunftsfähiger machen.
Mit dem städtebaulichen Handlungskonzept sollen folgende Ziele verfolgt werden:
- Stärkung des Einzelhandels und der Nachversorgung,
- Verbesserung von Dienstleistungen für die Bevölkerung,
- Stärkung der Bildungseinrichtungen in der Stadt,
- Ausbau der Altenbetreuung,
- Erhalt der Kultur- und Freizeiteinrichtungen,
- Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum,
- Erhalt der Bausubstanz und bezahlbaren Wohnraums,
- Schaffung neuer gastronomischer Angebote,
- Verbesserung der Mobilität zwischen der Kernstadt und den Ortschaften sowie eine verbesserte Anbindung an die Oberzentren,
- Schaffung neuer Angebote für Jugendliche,
- Steigerung familienfreundlicher Angebote.
Mit Hilfe des nun vorgelegten Handlungskonzeptes sowie der unterschiedlichen Maßnahmen soll die Lebensqualität in Beverungen weiter gesteigert und damit die Attraktivität der Stadt als Wohn- und Lebensraum erhöht werden.
Jetzt will man eine Zeitschiene entwickeln, in der die Probleme mit dem Rat der Stadt angegangen werden sollen. Dafür ist zunächst eine Diskussion mit der Bezirksregierung nötig, um eine Übersicht über die zugehörigen Fördertöpfe zu bekommen.
„Ich bin froh, dass wir soweit gekommen sind. Jetzt geht es an die Detailarbeit. Die Maßnahme hat sich gelohnt.“, erklärte Bürgermeister Hubertus Grimm abschließend. 
Das Handlungskonzept ist im Ratsinformationssystem der Stadt Beverungen abrufbar

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